Familienleben

Taschengeld für Kinder

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vom 09.02.2026

Taschengeld für Kinder

Wie war das damals bei euch? Taschengeld-Sparfuchs oder dauerpleite? Könnt ihr euch noch erinnern? Seid ihr gut mit eurem Taschengeld über die Runden gekommen? Oder gab es zum Monatsende immer zähe Verhandlungen zwischen euren Eltern und euch, mit dem Ziel einen Taschengeldvorschuss zu ergattern? Damit das Thema Taschengeld nicht zu einer leidigen Angelegenheit wird, sondern für euer Kind ein tolle Möglichkeit darstellt, den ersten Umgang mit seinen Finanzen zu üben, haben wir hier Infos und Hilfreiches rund um das Thema „ Kinder und Taschengeld “ für euch zusammengestellt. Häufig beginnen Kinder mit ca. fünf, sechs Jahren sich für das Thema Geld zu interessieren. Dies ist ein guter Zeitpunkt, die Kleinen mit den unterschiedlichen Geldstücken und Geldscheinen vertraut zu machen. Zu Beginn genügt ein kleiner Taschengeld Betrag wie 50 Cent oder 1 €/Woche und vielleicht ein Sparschwein oder Kindertresor, in dem das Taschengeld gehortet werden kann. Oftmals fangen die Kinder nun beim gemeinsamen Einkaufen an, nach den Preisen von Lebensmitteln, Süßigkeiten, Comic-Heften etc. zu fragen und staunen nicht schlecht: ganz schön teuer! Nun entwickelt sich zum ersten Mal ein Gefühl für den Wert der Dinge. Taschengeld – in welcher Höhe und lieber wöchentlich oder einmal im Monat? Passt die Taschengeldhöhe euren Möglichkeiten an. Orientiert euch nicht an anderen Eltern, die ein astronomisch hohes Taschengeld zur Verfügung stellen, sondern wählt einen Betrag, der zu eurer finanziellen Situation passt. Kleine Kinder sollten Ihr Taschengeld wöchentlich erhalten. Kinder im Kindergarten- oder Vorschulalter fällt es noch schwer, ihr Geld für einen Monat einzuplanen. Bei Grundschulkindern kann das Taschengeld dann monatlich ausgezahlt werden. Solltet ihr feststellen, dass das Taschengeld immer viel zu früh aufgebraucht ist, könnt ihr eurem Kind in einem Gespräch Hilfe und Lösungswege anbieten, damit es sein Taschengeld besser einteilen kann. Vielleicht sollte auch der Taschengeldbetrag überdacht werden. Ist der Betrag vielleicht zu niedrig angesetzt? Sinnvoll ist es, das Taschengeld schrittweise mit dem Alter zu erhöhen. Ausgaben, die zum Alltag gehören wie zum Beispiel Busfahrgeld, Kleidung oder Schulmaterial sollten von den Eltern weiterhin übernommen werden. Klare Absprachen helfen, künftige Diskussionen zu vermeiden. Übernehmen die Eltern nach einer Taschengelderhöhung weiterhin die Kosten für Kinokarten oder ein schickes, teures T-Shirt? No Go: Taschengeld Entzug Sobald mit dem Kind besprochen worden ist, wann und wieviel Taschengeld es gibt, sollte dieser Betrag, ohne zusätzliche Aufforderung durch das Kind, pünktlich ausgezahlt werden. Benutzt das Taschengeld nie als Druckmittel. Heißt: Drohungen wie „Wenn du dein Zimmer nicht aufräumst, gibt es auch kein Taschengeld.“ sind Tabu. Gleichwohl solltet ihr euch Bemerkungen zu, in euren Augen unsinnigen Käufen, verkneifen und euch nicht in die „Taschengeld-Angelegenheiten“ eures Kindes einmischen. Nur so entsteht ein gewisser Lerneffekt, zum Beispiel, dass das erworbene Plastik-Spielzeug doch nur in der Ecke liegt oder es im Nachhinein ärgerlich ist, wenn man sein komplettes Taschengeld in Süßigkeiten investiert hat. Taschengeld ist halt auch ein wenig Geld zum Üben, damit später, im Erwachsenenalter, ein verantwortungsvoller Umgang mit Geld leichter fällt. Mama, hast du mal Geld? Auch wenn es noch so schwer fällt, tut euch und eurem Nachwuchs einen Gefallen und schießt kein Taschengeld vor. Sobald euer Kind verinnerlicht hat, dass ein leeres Portemonnaie gar nicht dramatisch ist, da Mama und Papa sich immer weichklopfen lassen, ist der Lerneffekt gleich Null. Warum sparsam sein und das Geld einteilen, wenn man doch, bei Bedarf, zusätzliches Geld von den Eltern erhält? Möchte euer Kind sich einen größeren Wunsch erfüllen, ist dies eine gute Gelegenheit für euch, gemeinsam einen Sparplan zu erstellen und ist das Sparziel erreicht, ist die Freude riesig. Zusätzliche Einnahmen Oftmals wird zu Anlässen wie Geburtstag oder Weihnachten Geld verschenkt. Ältere Kinder verdienen sich mit kleinen Jobs etwas hinzu. Erhält dein Kind eine größere Summe oder hat einen bereits hohen Betrag angespart, sollte das Geld auf eine Sparbuch oder Kinderkonto eingezahlt werden und nicht zu Hause in der Spardose liegen. Übrigens: Kleine Aufgaben im Haushalt solltet ihr nicht mit Geld entlohnen. Das jeder in der Familie hier und da seine Aufgaben zu erfüllen hat, sollte eine Selbstverständlichkeit bleiben. Ein Kinder- oder Schülerkonto Viele Banken und Sparkassen bieten speziell auf Kinder zugeschnittene Konten an. Für Kinder ist ein eigenes Konto ein Stückchen mehr Selbstständigkeit und eine tolle Gelegenheit, erste Erfahrungen mit dem Bankwesen zu sammeln. Wenn ihr ein Konto eröffnen möchtet, achtet darauf, dass euch keinerlei Zusatzkosten entstehen. Ist eine EC Karte gewünscht? Soll es ein Auszahlungslimit geben? Ist Online Banking nötig? Ist all dies geklärt und das Konto eröffnet, kann das Taschengeld nun von den Eltern als Dauerauftrag beauftragt und auf das Kinderkonto angewiesen werden. Das euer Kind ins Minus rutschen könnte, braucht euch nicht zu sorgen, denn Konten für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren dürfen sich ausschließlich im Guthabenbereich bewegen. Verzicht auf Taschengeld Zahlungen Es gibt auch genügend Familien, die auf eine Auszahlung von Taschengeld verzichten. Dort gibt es Zuhause zum Beispiel ein Schälchen mit Kleingeld, in das jedes Familienmitglied sein Münzgeld hineinlegt. Sind kleinere Ausgaben nötig, kann sich jeder aus der Familie das Geld hierfür aus dem Schälchen entnehmen. Anderen Eltern gefällt der Gedanke einer Taschengeldauszahlung nicht, da sie dem Kind ein Gefühl der Abhängigkeit und eine Machtdemonstration durch die Eltern vermittelt. Warum sollte es dem Kind nicht gut gehen, wenn es den Eltern gut geht? Im Umkehrschluss heißt es dann aber genauso: „Wenn wir gerade knapp bei Kasse sind, müssen wir alle an einem Strang ziehen und auf unnötige Ausgaben verzichten.“ Ausgaben und Wünsche werden innerhalb der Familie gemeinsam besprochen und, wenn sinnvoll und möglich, umgesetzt. Wie handhabt ihr das Zuhause? Welche Erfahrung habt ihr gesammelt? Wir freuen uns über jede Rückmeldung von euch.

Weihnachtsbaum – ja oder nein?

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vom 09.02.2026

Weihnachtsbaum – ja oder nein?

Weihnachtsbaum – ja oder nein? Duft, Atmosphäre, Tradition – für die meisten Menschen gehört der Weihnachtsbaum zu einem gelungenen Weihnachtsfest unumstößlich dazu. Doch ist dies vor dem Hintergrund einer sich zuspitzenden Klimakrise überhaupt noch ökologisch vertretbar? Welche umweltschonende Alternative zur klassischen Nordmanntanne gibt es, wenn wir nicht auf diesen Brauch verzichten wollen? Wir erklären dir, worauf du beim Kauf achten solltest. Während umweltbewusste Menschen angesichts von grassierendem Waldsterben und Regenwaldabholzung bereits seit Jahren den traditionellen Christbaum hinterfragen, scheinen sich insgesamt jedoch die wenigsten vollständig von dieser Konvention verabschieden zu wollen. Ganz im Gegenteil schien die Corona-Pandemie zuletzt einen regelrechten Run auf Weihnachtsbäume ausgelöst zu haben: Viele kauften laut Medienberichten nicht nur früher, sondern – im Sinne des Trends zum Zweitbaum – auch Tannen in höherer Zahl. Für die meisten gehört der Baum wie die Geschenke zu Weihnachten. Er wird gemeinsam mit der Familie gekauft, nach Hause gebracht und anschließend geschmückt. Doch wie gerechtfertigt ist es noch, sich einen Nadelbaum für nur kurze Zeit aufzustellen, der im Anschluss daran auf dem Müll landet? Kann man dieses Ritual überhaupt praktizieren, ohne dabei ein schlechtes Gewissen haben zu müssen? Die Alternative: ein Baum aus Plastik? Etwa ein Zehntel der deutschen Haushalte hat echte Tannen gegen Plastikbäume ausgetauscht. Neben ihrem makellosen Wuchs und der Tatsache, dass diese nicht nadeln, spielen auch gesundheitliche Vorbehalte gegen Naturbäume eine Rolle in der Kaufentscheidung. Fakt ist jedoch, dass künstliche Bäume eine vergleichsweise schlechte Ökobilanz aufweisen – insbesondere günstige Exemplare aus China. Für Produktion und Anlieferung entstehen laut Studien ein Vielfaches an Kohlendioxid im Vergleich zu echten Bäumen. Erst nach etwa einem Jahrzehnt der Nutzung gleicht sich die Umweltbilanz aus. Viele Plastiktannen werden allerdings bereits deutlich früher wieder entsorgt. Der Klassiker unter den Nadelbäumen Am wohl ökologisch bedenklichsten sind hingegen Tannen von weit entfernten Plantagen, die unter Hinzugabe vieler Düngemittel und Pestizide gezüchtet werden. Die in Deutschland mit Abstand beliebteste Nordmanntanne stammt ursprünglich aus dem Kaukasus und wird genau unter derartigen Bedingungen auf riesigen, biologisch monotonen Flächen angebaut. Ihre aufwendige Zucht unter Einsatz von Insektiziden und Herbiziden schadet dabei nicht nur dem gesamten Ökosystem, sondern kann sogar eine Belastung für die Gesundheit darstellen, wenn sich die im Weihnachtsbaum gespeicherten chemischen Stoffe über Wochen im Zimmer ausbreiten. Weihnachtsbäume aus ökologischem Anbau Umweltfreundlicher gestaltet sich der Kauf eines Baums von einer Plantage, die beim Anbau auf Chemikalien verzichtet. Je nach Region einheimische Fichten, Kiefern oder Tannen werden auf mechanische Weise, etwa mit Hilfe von Nutztieren, von um sie herumwachsenden Gräsern und Gewächsen befreit. Dank der Zertifizierungssysteme wie FSC oder PEFC und der Bioland- und Naturland-Siegel wird Verbrauchern kenntlich gemacht, dass es sich um Bäume aus Ökoplantagen handelt. Wegen des Verzichts auf Dünger müssen eventuell gewisse optische Abstriche in puncto Symmetrie und Dichte gemacht werden, die Tannenbäume sind aber auf jeden Fall ökologisch und gesundheitlich unbedenklicher. Am besten aus der Region Die nachhaltigste Lösung ist der Kauf eines Weihnachtsbaumes, der natürlich in einem Wald in der Region gewachsen ist. Nun mag es manchem unter dem Eindruck von aktuellen Presseberichten zum Zustand des Waldes in Deutschland widerstreben, den ohnehin leidenden Bestand noch weiter auszudünnen. Doch tatsächlich ist es für ein gesundes Wachstum durchaus erforderlich, dass der Baumbestand nicht zu eng wird und die Bäume nicht zu dicht beieinanderstehen. Wer dennoch komplett auf das Fällen eines Baumes verzichten möchte, kann auf einen dekorativen Baumersatz setzen. Im Internet gibt es unzählige Alternativvorschläge, von der alten Holzleiter über Kork- und Bänderbäume bis hin zu Holzbäumen, die wie ihre natürlichen Vorbilder fantasievoll dekoriert werden können. Weitere Beiträge, die dich interessieren könnten:

Den Advent bewusst mit Kindern genießen: Ideen für achtsame Momente

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vom 09.02.2026

Den Advent bewusst mit Kindern genießen: Ideen für achtsame Momente

Den Advent mit Kindern bewusst erleben: Rituale, Ideen und Inspirationen Die Vorweihnachtszeit ist gefüllt mit vielen Aufgaben und Terminen. Vielleicht machst du dir Gedanken, wie du deinem Kind möglichst vielfältige weihnachtliche Aktivitäten bieten kannst. Auf der anderen Seite ist da aber oft die Sehnsucht nach Ruhe und Innehalten und möglicherweise fragst du dich: Wie kann es gelingen, den Vorweihnachts-Alltag besinnlicher zu gestalten. Hier findest du einige inspirierende Ideen und Anregungen, wie du den Advent ganz bewusst genießen und gestalten kannst und für dein Kind wunderschöne Erinnerungen schaffst: Kleine Momente der Bewusstheit und Achtsamkeit Vielleicht möchtest du euch Zeit für achtsame Momente schenken: Kreativ mit Leichtigkeit: Basteln und Malen mit Kindern im Advent Auch Kreativ-Sein ist eine wunderschöne Möglichkeit, um eine Atmosphäre der Ruhe und Besinnlichkeit zu schaffen. Wähle dafür einfache Bastel- und Mal-Aktionen, frei von komplizierten Anweisungen. Das nimmt Perfektionsdruck raus und schafft Leichtigkeit. Im Zentrum steht so das gemeinsame Tun, die Zeit miteinander. Hier sind einige Inspirationen dazu: Lass dich bei allem von der Kreativität deines Kindes überraschen und anstecken. Um seine Erfahrungen zu vertiefen, kannst du dein Kind leiten, die Materialien, mit denen es arbeitet, bewusst wahrzunehmen: ihre Texturen zu ertasten, daran zu riechen, zu lauschen … Der Fokus auf die sinnliche Wahrnehmung bringt uns ganz in den Augenblick – und Weihnachten ist schließlich ein Fest der Sinne. 🎄🧘‍♀️ Weitere Beiträge, die dich interessieren könnten:

Das erste Weihnachten mit Baby – 7 kleine Tipps für Harmonie und liebevolle Achtsamkeit

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vom 09.02.2026

Das erste Weihnachten mit Baby – 7 kleine Tipps für Harmonie und liebevolle Achtsamkeit

Das erste Weihnachten mit Baby – 7 kleine Tipps für Harmonie und liebevolle Achtsamkeit Dein erstes Weihnachtsfest mit Baby – das ist ein ganz besonderes Ereignis! Es verbindet die Magie von Lichterglanz und Vorfreude mit der tiefen Freude über dieses kleine Wunder, das euer Leben nun bereichert. Mit einem Baby verändert sich zumeist, wie das große Fest erlebt wird: Der Fokus rückt weg von der perfekten Inszenierung hin zu dem, was wirklich zählt. Was macht dieses Fest für euch besonders? Was ist wirklich wichtig für diese Tage? Nehmt euch einen Moment, diese Fragen zu beantworten, um herauszufinden, wie Ihr die besondere Zeit mit eurem Baby gestalten möchtet. Nehmt euch Zeit, um wahrzunehmen, was dein Baby bezaubert und wie verbunden ihr euch miteinander fühlt. Die vielen Weihnachtseindrücke sind spannend für die Kleinen – aber sie sind auch anstrengend. Damit es nicht von einer Flut an Reizen überwältigt wird, schenke deinem Baby immer wieder Ruhepausen und deine schützende Nähe, damit es die vielen Empfindungen und Erfahrungen verarbeiten kann. Geht den Tag in eurem eigenen Tempo an, ohne euch zu viel vorzunehmen. Eigene Weihnachtstraditionen schaffen Mit dem ersten Baby-Weihnachten entstehen ganz eigene Familien-Rituale, die euch über die Jahre begleiten können. Vielleicht ist es das gemeinsame Aufhängen der ersten Weihnachtskugel oder das Vorlesen einer Weihnachtsgeschichte unter dem Tannenbaum. Vielleicht gehört für euch auch das Kreative dazu: Ein Handabdruck wird zum Andenken an das erste Weihnachten mit Baby oder startet ihr ein Fotoprojekt, das jedes Jahr wächst. Wenn dein Kind älter wird, bastelt ihr vielleicht zusammen neuen Baumschmuck oder gestaltet eure Dekoration ganz individuell. Diese kleinen Traditionen entwickeln sich mit eurem Kind und werden über die Jahre zu wunderschönen Erinnerungen. Es sind nicht immer die großen Gesten, sondern genau diese kleinen Rituale, die euch verbinden. Das Festmahl – einfach und babyfreundlich Ein edles Weihnachtsmahl ist sehr verlockend, aber mit einem Baby kann das Kochen schnell stressig werden. Vielleicht findest du ein Menü, das sich unkompliziert vorbereiten lässt – das erleichtert euch die Feiertage enorm. Oder schaut nach Rezepten, die nicht nur lecker, sondern auch schnell und einfach zuzubereiten sind. Auch dein Baby kann schon eigene kleine Köstlichkeiten genießen – wie Brei oder Fingerfood, je nachdem, in welchem Alter es ist. Gut ist es, bei euren Planungen die Essens- und Schlafenszeiten eures Babys zu berücksichtigen, dann kann der Tag entspannt und ruhig verlaufen. Erwartungen loslassen – was wirklich zählt Vielleicht hast du dir nun schon ein Bild davon gemacht, wie euer erstes Weihnachten als Familie sein könnte. Es braucht keine große Inszenierung; setzt euch nicht unter Druck, alles perfekt zu machen. Weihnachten darf aus kleinen, achtsamen Momenten entstehen. Es ist euer Fest, und es wird besonders, weil es mit Liebe gefüllt ist. Dies ist der Beginn eurer ganz eigenen Weihnachtsgeschichte – voller Wärme, Nähe und kleiner Wunder. 🎄 Weitere Beiträge, die dich interessieren könnten:

Krippenweg gestalten: Liebevolles Adventsritual für dein Kind

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vom 09.02.2026

Krippenweg gestalten: Liebevolles Adventsritual für dein Kind

Was Kinderherzen im Advent bewegt: Der Krippenweg Möchtest du eure Adventszeit einmal auf besondere Weise gestalten ? Dann haben wir hier eine wunderschöne Anregung für dich: Der Krippenweg – er lässt dein Kind auf einzigartige Weise die Weihnachtsgeschichte entdecken. Und er schenkt euch täglich einen kleinen Moment der Besinnlichkeit . Worum geht es? Das kleine Adventsritual ist einfach umzusetzen: Du baust mit ein paar Utensilien eine kleine Krippenszene an einem Ort auf, der etwas Platz bietet – auf einer Fensterbank, einer Kommode oder auf dem Boden im Wohnzimmer. Die Hauptakteure sind die Krippenfiguren Maria und Josef , die sich auf den Weg zur Krippe nach Bethlehem machen. Diesen Weg legst du mit 24 Wegmarken – zum Beispiel Baum- oder Filzscheiben, die zur (noch leeren) Krippe führen. Die Wegpunkte stehen für jeden Tag des Advents. Dort, auf der ersten Scheibe, beginnt am 1. Dezember für Maria und Josef ihre Reise und euer Krippenweg. Jeden Tag bewegt dein Kind die beiden Figuren eine Wegmarke weiter in Richtung Krippe – es spürt unmittelbar, wie das große Fest immer näher rückt. Besonders schön ist es, wenn ihr für diesen Moment als Familie zusammenkommt; Anregungen, wie ihr das zu einem kleinen Ritual machen könnt, findest du weiter unten. Wie du den Krippenweg gestalten kannst Der Krippenweg bietet dir vielfältige Möglichkeiten der Umsetzung – hier sind ein paar Anregungen: Wer baut den Krippenweg auf? Möglichkeit 1: Du baust den Krippenweg für dein Kind am Abend des 30. November als bezaubernde Überraschung für den ersten Dezembermorgen auf. Möglichkeit 2: Du gestaltest den Weg am 1. Dezember zusammen mit deinem Kind – das ist ein wunderschöner gemeinsamer Einstieg in die Adventszeit. Beide Varianten haben ihren ganz eigenen Reiz – schau, was für dich und euch als Familie am besten passt. Die Wegmarken Für sie kannst du verschiedene Materialien verwenden. Wichtig ist, dass die Figuren darauf einen sicheren Stand finden: Kleine Baumscheiben: Sie passen sehr gut zu einer Krippe aus Holz. Wenn sie groß genug sind, finden Maria und Josef bequem gemeinsam Platz darauf. Hast du nur kleinere Scheiben zur Hand, lege einfach je zwei für beide Reisenden nebeneinander. Filz: Filz fühlt sich warm an und bringt eine schöne Haptik in die Szenerie. Du kannst ihn als einfache Kreise, Ovale oder – noch schöner – in geschwungenen Steinformen zuschneiden. Dickes Tonpapier: Vor allem, wenn es schnell gehen soll und du weniger Aufwand möchtest, ist dies eine perfekte und einfache Lösung. Egal, welche Variante du wählst: Besonders schön sieht es aus, wenn du euren Wegmarken-Pfad so auslegst, dass er sich sanft mäandernd wie ein natürlicher Weg zur Krippe windet. Die Landschaft Die Landschaft gestalten: Du könntest die Umgebung, in der die Szene spielt, andeuten. Leicht gerafft ausgelegte Spieltücher in Gelb- oder Grüntönen eignen sich zum Beispiel, um Wüste oder Weiden anzudeuten. Naturmaterialien einbauen: Ein paar kleine Steine, Moos oder Ästchen am Wegesrand können eurem Krippenweg eine sehr schöne, naturverbundene Atmosphäre verleihen. Tiere hinzufügen: Auch Schafe, Esel, Ochse oder ein Kamel könnten in eurer kleinen Landschaft platziert werden. Achte aber darauf, dass die Szene klar und übersichtlich bleibt. Gerade, wenn dein Kind noch klein ist, ist es gut, den Fokus auf das Wesentliche zu legen. Die Beleuchtung Einen besonderen Zauber erhält euer Krippenweg durch Beleuchtung: Eine LED- Lichterkette , die du dezent integrierst, oder eine Kerze in einer Laterne schaffen eine besonders andächtige Stimmung, die perfekt zum Anlass passt. Das tägliche Ritual Die Figuren auf dem Krippenweg zu bewegen, jeden Tag einen Schritt, kann zu eurem verbindenden Familien-Ritual im Advent werden – als ein liebevoller Augenblick des gemeinsamen Innehaltens . Ein guter Zeitpunkt ist vor oder nach dem Abendessen oder auch vor dem Zubettgehen, wenn der Tag langsam endet. Kommt an eurem Krippenweg zusammen und schaut, wie dein Kind ganz achtsam Maria und Josef zum nächsten Wegpunkt führt. Um diesen Moment zu gestalten , gibt es viele schöne Ideen: Ihr könnt darüber sprechen, was Maria und Josef wohl heute auf ihrem Weg erlebt haben. Du kannst einen kleinen Teil der Weihnachtsgeschichte oder etwas aus einem Kinderbuch vorlesen. Oder dein Kind darf jetzt das Türchen zu seinem Adventskalender öffnen Vielleicht lasst ihr den Krippenweg auch mit einem Weihnachtslied ausklingen. Bestimmt findet ihr eure ganz eigene Form für das kleine Ritual. Der Weihnachtstag – die Ankunft Die lange, gespannte Wartezeit findet am 24. Dezember ihren Höhepunkt. Wie könnt ihr den Krippenweg enden lassen? Auch dafür haben wir ein paar Anregungen: Am Morgen des Heiligen Abends führt ihr euer Ritual ein letztes Mal aus: Dein Kind setzt Maria und Josef auf den letzten Wegpunkt, der 24. Wegmarke – die Spannung steigt, denn nun steht das große Fest unmittelbar bevor. Der große Moment an Heiligabend – bevor ihr mit der Bescherung beginnt, besucht noch einmal die Krippe. Dort sind Maria und Josef nun in den Stall eingezogen – und da liegt es in ihrer Mitte: das lang ersehnte Jesuskind! Die große Geschichte ist vollendet. Wenn dein Kind älter wird, kannst du den Krippenweg nach und nach erweitern. Beginne damit, auch die Hirten mit ihren Schafen – anfangs noch ein wenig abseits – dazu zu stellen. An Heiligabend erscheint ihnen dann der wunderschöne Weihnachtsengel. Er verkündet die frohe Botschaft – und voller Neugier folgen die Hirten mit ihren Tieren dem Engel zur Krippe. Und am Ende dürfen sich schließlich auch die Drei Könige auf den Weg machen, um am 6. Januar der Heiligen Familie feierlich ihre Geschenke zu überbringen. Auf diese Weise lebt euer Krippenweg weit über Heiligabend hinaus und erzählt die ganze Weihnachtsgeschichte.

Konsumverhalten bei Kindern

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vom 09.02.2026

Konsumverhalten bei Kindern

Wie du dein Kind für Konsum sensibilisierst Kinder sind die Konsumenten von morgen und werden bereits in ihrem jungen Alter fleißig umworben. Alles ist jederzeit verfügbar. In der Schule geraten Kinder unter Druck, wenn sie nicht die richtigen Sneaker tragen. Eine dauerhafte Berieselung durch das Handy, TV und Co sind Alltag. Wir haben wertvolle Tipps für dich gesammelt, wie ihr als Familie, Kinder UND Erwachsene, euren Konsum kritisch hinterfragen und bewusster und weniger konsumieren könnt. Übermäßiger Konsum – Unsere Kinder tun, was wir tun Was konsumieren wir? Wie sensibilisiere ich mein Kind für Konsum? Was konsumieren Kinder? Minimalismus als Familie Vorleben – unsere Kinder tun, was wir tun Hand aufs Herz! Umgibst du dich mit zu vielen Dingen? Besitzt du zu viel? Was brauchst du wirklich? Machst du dir häufig genug bewusst, dass du dankbar sein kannst für dein Zuhause, für dein Essen auf dem Tisch, für die Kleidung, die du trägst? Wenn wir unseren Kindern keinen achtsamen Konsum vorleben und nicht in der Lage sind, innezuhalten und Dankbarkeit zu empfinden für unsere privilegierte Lebenssituation, woher sollen unsere Kinder das lernen? Wenn wir ständig aufs Handy sehen, permanent Musik im Hintergrund läuft, wir uns schnell alles anschaffen, worauf wir Lust haben und viel zu viel wegwerfen – sei es Lebensmittel, Kleidung etc. – wie sollen unsere Kinder ein Werteempfinden entwickeln? Schaffst du in der Kindheit die Basis für ein bewusstes Konsumverhalten und kannst deinem Kind vermitteln, was der Unterschied zwischen Wollen und wirklich brauchen ist, sind die Weichen gut gestellt. Was konsumieren wir? Zu unseren Grundbedürfnissen zählen zum Beispiel Kleidung, Nahrung und eine Bleibe. Doch darüber hinaus, konsumieren wir von morgens bis abends: digitale Daten, Strom, Wasser, Fitnessstudio, Abos, Reisen, Snacks, das Auto, Kinobesuche und vieles mehr. Wir leben im totalen Überfluss und wünschen uns für unsere Kinder etwas anderes. Mit unserem Konsumverhalten rauben wir Mutter Erde ihre Ressourcen und müllen sie am Ende mit unserem Abfall zu. Was tun? Wie sensibilisiere ich mein Kind für Konsumverhalten? In dem ihr zusammen achtsamer und bedachter konsumiert. Mache dir klar, dass dies keinen Verzicht darstellt, sondern für euch als Familie, für eure Mitmenschen und für die Umwelt ein Gewinn ist. Beginnt mit Kleinigkeiten, die einfach umzusetzen sind: Nehmt beim Einkaufen nur die Dinge mit, die auf dem Einkaufszettel stehen Kauft Second Hand oder nutzt Tauschbörsen Fahrt mehr Fahrrad, geht zu Fuß oder ihr benutzt öffentliche Verkehrsmittel Kaputte Kleidung wird repariert und gestopft Verkauft oder spendet Dinge, die ihr nicht mehr braucht Leiht euch Bücher in der Bibliothek aus, statt sie neu zu kaufen Achtet darauf, saisonal und regional einzukaufen Schmeißt keine Lebensmittel mehr weg Achtet auf Qualität – wählt robuste, langlebige Produkte, die keinen Trends unterliegen. Was konsumieren Kinder? Jede Menge! Je älter sie werden, umso mehr. Schon die Kleinsten werden von Werbung beeinflusst. Grelle Verpackungen mit lustigen Tieren darauf, animieren, Kinder, im Supermarkt danach zu greifen. Zu Geburtstagen und Weihnachten erhalten Kinder eine wahre Geschenkeflut und Kinderjoghurt aus ganz kleinen Plastikbechern schmeckt besonders gut. Ein T-Shirt mit der Lieblingsanimationsfigur wird beim Sammelkarten tauschen mit Stolz getragen. Minimalismus als Familie Natürlich müsst ihr euch als Familie nicht von allem lossagen, was euch lieb und teuer ist, aber unterschätze nicht, wie befreiend es sein kann, wenn du dich von dem einen oder anderen entledigst und in Zukunft gewissenhaft prüfst, ob du diese eine Neuanschaffung auch tatsächlich benötigst. Beim Einkaufen gilt es davon Anstand zu nehmen, seine persönlichen Bedürfnisse befriedigen zu wollen oder mit einem Kauf sein Selbstwertgefühl aufzupolieren. Je früher, wir das unseren Kindern vorleben, desto besser. Erkläre deinem Kind den Unterschied zwischen natürlichen und künstlichen Bedürfnissen. Macht euch bewusst, dass manche materiellen Wünsche nicht in Erfüllung gehen. Seht hin, was ihr bereits alles habt und seid dankbar dafür. Was ist wirklich wichtig? Gesundheit, eure Familie, gemeinsame Zeit! Trenne dich von Dingen, die du ein Jahr nicht benutzt hast. Für Euch und euer Kind gilt die Regel: Eine Neuanschaffung kommt, eine alte Sache geht. Keine Impulskäufe tätigen. Bringe deinem Kind den Umgang mit Geld bei. Vielleicht ist dafür Taschengeld eine gute Option. Zuhause hat alles seinen festen Platz – kein stressiges Suchen mehr „Weniger Zeugs“ bedeutet – mehr Konzentration aufs Wesentliche, klare Gedanken, weniger Zerstreuung und mehr Geld im Portemonnaie. Dein Kind braucht keine großen Mengen an Spielzeug, sondern gutes Spielzeug. Übrigens: Kinder spielen auch liebend gern mit Alltagsgegenständen wie Schneebesen, Töpfe, Wäscheklammern usw. Ein nachhaltiger Lebensstil und endlich kein Konsumdruck mehr Verbessere deinen CO2 Fußabdruck, spare Ressourcen ein und bestärke dein Kind, sich nicht an Besitztümern zu orientieren. Du schenkst deinem Kind damit ein Stück Freiheit, Selbstbewusstsein und ein wertschätzendes Feingefühl, für die Dinge, die es bereits besitzt.

Warum Vorlesen für dein Kind so wichtig ist

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vom 09.02.2026

Warum Vorlesen für dein Kind so wichtig ist

Warum Vorlesen für dein Kind so wichtig ist Vorlesezeit ist wahre Qualitytime für dich und dein Kind. Vorlesen fördert dein Kind in seiner positiven, gesunden Entwicklung, schult seinen Wortschatz, stärkt seine Empathie und hilft ihm, eine blühende Phantasie und eine große Vorstellungskraft zu entwickeln. Wie dir das Vorlesen gut gelingt und was du dabei beachten solltest, erfährst du hier. Ab welchem Alter soll ich meinem Kind vorlesen? Wie liest man gut vor? Woran erkenne ich ein gutes Kinderbuch? Ist Vorlesen überhaupt noch nötig? Es gibt doch so viele tolle digitale Inhalte. Was wird beim Vorlesen gefördert? Wie lange sollte ich vorlesen? Ab welchem Alter sollte ich meinem Kind vorlesen? Einfache Bilderbücher, also speziell für Babys und Kleinkinder hergestellte Pappbilderbücher mit simplen Illustrationen, sind für Kinder unter einem Jahr geeignet. Macht es euch gemütlich und erkläre deinem Baby, Seite für Seite, was es auf den Bildern zu sehen gibt. Das ist nicht nur gemütlich, dein Kind genießt auch den Klang deiner Stimme und horcht ganz genau hin, wenn du Laute und Wörter von dir gibst. Ab 2 Jahren kannst du deinem Kind dann schon die ersten kleinen Geschichten vorlesen. Es gibt Vorlesebücher für die Allerkleinsten, mit einfacher Handlung und in der richtigen Länge. Übrigens lieben es Kleinkinder (größere natürlich auch), gemeinsam mit dir, die dazugehörigen Bilder zu betrachten und etwas zu dem Gezeigten zu erzählen. Wie liest man gut vor? Nicht jeder ist ein guter Vorleser, aber lass dir gesagt sein: In den Augen deines Kindes bist du der allerbeste Vorleser. Also keine fremde Scheu! Lass dein Kind das Buch auswählen. Wenn es sich für das ausgesuchte Buch begeistert, fällt es ihm leichter zuzuhören und konzentriert zu bleiben. Lies langsam und nicht zu hastig. Lass beim Vorlesen deine Mimik arbeiten: reiße die Augen auf, ziehe die Brauen hoch, lese mit einem Lächeln, wenn der Protagonist sich freut. Ähnlich verhält es sich mit deiner Stimme. Sei nicht schüchtern. Verstelle deine Stimme, übertreibe ein bisschen mit der Betonung. Lies laut oder ganz leise, gerade so, wie es zum Text passt. Hat dein Kind Fragen zum Text, beantworte sie geduldig. Woran erkenne ich ein gutes Kinderbuch? Buchempfehlungen von erfahrenen Eltern sind natürlich Gold wert. Doch was dem einen Kind gefällt, muss nicht das Richtige für dein Kind sein. Gut ist, wenn du auf Kinderbücher aus renommierten Verlagen achtest. Die Illustrationen sollten alters- und kindgerecht und liebevoll gestaltet sein. Auch inhaltlich sollte das Buch zu dem Alter deines Kindes passen. Also: Achte auf die Altersempfehlung, aber lege auch ein Augenmerk auf den persönlichen Entwicklungstandes deines Kindes. Gib acht bei Kinderbuchklassikern. „Bewährte“ Bücher für Kinder wie „Max und Moritz“, Grimms Märchen oder „Der Struwwelpeter“ sind nicht nur voller Moral, sondern zum Teil auch brutal und grausam. Ein guter Richtwert sind auch die Kinderbücher, die du heiß und innig als Kind geliebt hast. Der Charakter des Buches sollte glaubwürdig sein, damit dein Kind sich mit ihm identifizieren kann. Ist Vorlesen überhaupt noch nötig? Es gibt doch so viele digitale Inhalte. Ein tolle Kinderserie oder eine liebevoll gestaltete Kinderapp, die eine Geschichte erzählt, finden alle Kinder großartig. Heutzutage ist es bestimmt überholt, seinem Kind noch vorzulesen, nicht wahr? Die Antwort lautet: Überhaupt nicht! Eine vorgelesene Geschichte kann durch kein Video und keine App ergänzt werden. Eine Geschichte aus einem Buch gibt deinem Kind beim Zuhören kaum etwas vor. Deinem Kind steht es völlig frei, wie es sich die Geschichte vorstellen möchte. Die kindliche Phantasie und Vorstellungskraft läuft beim Vorlesen auf Hochtouren und das ist wunderbar. Ein weiterer wichtige Aspekt ist das Beisammensein. Lesezeit ist Kuschelzeit. Macht es euch beim Vorlesen so richtig gemütlich. Alles Störende hat jetzt keinen Platz. Genießt die gemeinsame Zeit ohne Handyklingeln und Flimmerkiste oder anderen Störungen von außen. 10 Gründe fürs Vorlesen - Was wird beim Vorlesen gefördert? Der Wortschatz und die Artikulation werden geschult und dein Kind profitiert von besseren Kommunikationsfähigkeiten und einer erhöhten Schreibfähigkeit und kann daraus sein Leben lang Vorteile ziehen. Die Liebe zu Büchern und zum Lesen wird geweckt. Lesen und Vorlesen trainiert die kognitiven Fähigkeiten. Dein Kind versetzt sich in die Figuren der Geschichte, wird so empathischer, einfühlsamer und schult seine emotionale Intelligenz. Vorlesen schult die Konzentration und gutes Zuhören. Dem Gegenüber gut zuhören zu können ist unendlich viel wert. Lesen ist Wissen - Beim Vorlesen entdeckt dein Kind viel Unbekanntes und lernt jede Menge Neues. Lesen und Vorlesen baut Stress ab. Die Minuten und Stunden, in denen vorgelesen oder gelesen wird, sind für Geist und Seele gesünder als Zeit vor dem Display. Lesen und Vorlesen fördert die Vorstellungskraft und Phantasie deines Kindes. Die gemeinsame Zeit beim Vorlesen ist unbezahlbar. Ihr seid euch nahe und teilt eine besondere, wohltuende Zeit miteinander. Eine feste Vorlesezeit, zum Beispiel vor dem Schlafengehen, stärkt die Verbindung zwischen deinem Kind und dir und Rituale schenken deinem Kind Halt. Wie lange sollte ich vorlesen? Das ist ganz unterschiedlich. Bei Kleinkindern genügen Geschichten mit einer Länge zwischen 5 und 15 Minuten. Es gibt Tage, an denen sich dein Kind nicht gut konzentrieren kann oder lieber Dinge besprechen will, die es beschäftigen. Das ist völlig in Ordnung. Eine Altersgrenze nach oben gibt es nicht. Menschen in jedem Alter, genießen es, etwas vorgelesen zu bekommen.

Familienbett ja oder nein?

Familienleben

vom 09.02.2026

Familienbett ja oder nein?

Bist du Team Familienbett? Beim Thema Familienbett gehen die Meinungen weit auseinander. Einige Eltern halten das Co Sleeping für Eltern und Kinder für eine selbst aufgebürdete Last, andere wollen das Familienbett nie wieder missen. Verwöhnt man sein Kind im Familienbett zu sehr? Bleibt das Liebesleben auf der Strecke und wann bitteschön, verlassen die Kinder das Familienbett, um im eigenen Bett zu schlafen? Beim bindungsorientierten Erziehen, dem Attachment Parenting ist das Familienbett ein fester Bestandteil. Warum schlafen wir Erwachsenen zu zweit, verlangen aber von unserem Baby, bzw. Kind, allein in seinem Kinderzimmer zu schlafen? Es gibt etliche Ratgeber für Eltern, die mit konsequenten, oftmals auch mit harten Regeln aufzeigen, wie das Baby oder Kind in seinem Bettchen schnell ein- und auch durchschläft. Ist das beziehungsorientiert? Ist das kindgerecht? Back to the roots – zurück zum Familienbett Und was ist mit den Eltern? Elternsein von einem Baby oder Kleinkind kann fordernd und auch anstrengend sein. Mütter und Väter sehnen sich nach ein wenig Pause und Freiraum. Da soll man das Baby auch noch mit ins Bett nehmen? Hat man dann gar keinen Rückzugsraum mehr und wo bleibt man als Paar ab? Fakt ist: Die meisten Eltern sind hellauf begeistert vom hauseigenen Familienbett. Das Bedsharing bietet allerlei Vorteile und knüpft ein zusätzliches Band zwischen Eltern und Kind. Früher war es Gang und Gäbe, dass die gesamte Familie sich den Schlafplatz teilte – sei es nun aus Platzgründen, um sich gegenseitig Körperwärme zu schenken oder aus Gründen der Sicherheit. In vielen anderen Ländern wären Eltern entsetzt, wenn wir Europäer davon erzählen, dass wir unseren Säugling nachts alleine, in seinem Kinderzimmerbett unterbringen, statt ihn die Nestwärme von Mama und Papa spüren zu lassen. Beistellbett oder „Babybalkon“ In den letzten Jahren ist die Nachfrage an Beistellbetten stark gestiegen. So ein Beistellbett ist etwas Bereicherndes, denn die stillende Mutter muss sich zum Stillen nicht aus dem Bett quälen, sondern kann zum Baby anlegen das Kind einfach mit ins Bett holen. Einige Eltern bauen auch ein klassisches Babybett so auseinander, dass es mit der offenen Seite am elterlichen Bett stehen kann. Der Vorteil: Man hat durch ein Beistellbettchen mehr Platz im eigenen Bett. Einige Eltern haben Angst, dass sie sich im Schlaf auf ihr Kind rollen oder es versehentlich zudecken. Die kann natürlich keinesfalls mit einem Beistellbett geschehen. Sicher schlafen Um das Schlafen im Familienbett sicherer zu gestalten, solltest du das Bett mit einem Stillkissen als Begrenzung ausstatten und auf große Kissen verzichten. Wir empfehlen dir, deinem Kind einen Baby Schlafsack anzuziehen, statt es unter deine große Decke zu nehmen. Babys, deren Eltern Raucher sind, sollten gar nicht bei Mama und Papa schlafen, da dies das Risiko für einen plötzlichen Kindstod erhöhen kann. Achte auf eine gesunde Schlafzimmer-Temperatur, damit dein Baby nicht überhitzt. Übrigens eignen sich Wasserbetten nicht als Familienbett und zudem solltest du dein Baby auf einer festen Matratze schlafen lassen. Die kleine Wirbelsäule ist nämlich noch nicht komplett ausgereift und benötigt Unterstützung durch eine festere Unterlage. Familienbett – vielleicht nicht für jedermann geeignet Jeder muss für sich herausfinden, ob das Familienbett eine attraktive Lösung für ihn ist. Beide Partner sollten diesen Wunsch hegen, ansonsten sind Meinungsverschiedenheiten und Reibereien vorprogrammiert. Wenn du jemand bist, der zu einem unruhigen Schlaf neigt oder unter Einschlafproblemen leidet, ist das Familienbett vielleicht nichts. Das Schlafen im gemeinsamen Bett mit deinem Kind kann sich aber ebenso positiv auswirken, und ihr schlaft alle wesentlich besser. Die meisten Eltern sagen, dass es dann und wann mal unruhige Nächte, zum Beispiel durch Krankheit gibt, aber die Nähe zueinander und das gemeinsame Aufwachen unbezahlbar schön sind. Viele anfängliche Probleme lösen sich von selbst Wie Co sleeping für die Familie am besten funktioniert, muss jede Familie für sich selbst herausfinden. Anfängliche Sorgen über unterschiedliche Zubettgeh- und Aufstehzeiten, zu viel Gerangel im elterlichen Bett, welche Größe das Familienbett haben sollte, damit alle komfortabel schlafen können oder ob man das Kind mit Bedsharing zu sehr verwöhnt, lösen sich von selbst. Das Liebesleben der Eltern Eines der ersten Argumente, das genannt wird, wenn es um Pro und Contra beim Thema Familienbett geht: „Da bleibt ja das Liebesleben komplett auf der Strecke.“ Hört man sich allerdings bei Eltern um, die ein Familienbett ihr Eigen nennen, heißt es oft: „Sex muss ja nicht zwingend im Bett stattfinden. Wir sind da jetzt wesentlich erfinderischer.“ Viele Eltern empfinden diese Abwechslung, als sehr erfrischend und belebend für die Beziehung. Das Familienbett selber bauen Auch hier sind die ausgewählten Maße individuell auf die Schlafbedürfnisse der Familienmitglieder abzustimmen. Macht ihr euch beim Schlafen extrem breit? Wieviel Familienmitglieder schlafen im Familienbett? Eine Liegefläche mit 1,80 m Breite wird für 2 Personen und zwei Halbe ;-) schnell zu klein. Im Internet erhaltet ihr zahlreiche Anleitungen für den Bau eines Familienbettes und müsst so nicht zwingend ein fertig hergestelltes Bett kaufen. Wenn ihr handwerklich nicht so versiert seid, kann man selbstverständlich auch ein Familienbett beim Möbelhändler kaufen. Viele Möbelhersteller haben mittlerweile den Trend zum Familienbett aufgegriffen, die Auswahl ist um einiges größer als noch vor ein paar Jahren. Besucherritzen verschwinden durch Matratzenkeile. Wann schlafen die Kinder in ihrem eigenen Bett? Die Antwort lautet: Wenn die Kleinen so weit sind. Meistens ist dies viel früher der Fall, als die Eltern meinen. Es ist ganz natürlich, dass in Kindern irgendwann der Wunsch entsteht, in ihrem eigenen Bett zu schlafen. Einige Kinder möchten ab ca. 3 Jahren in ihrem Bettchen schlafen, andere benötigen Mamas und Papas Nähe noch bis kurz vor der Einschulung. Dann gibt es natürlich Situationen, in denen auch ältere Kinder das Familienbett „reaktivieren“. Nichts ist tröstender bei Kummer oder Krankheit, als bei Mama und Papa zu schlafen und das sollte den Kindern auch gewährt werden. Manchmal klappt es einfach nicht Vielleicht hast du bereits in der Schwangerschaft von einem Familienbett geträumt und das Bett stand zum Ende der Schwangerschaft schon fix und fertig in eurem Schlafzimmer. Ganz gespannt probiert man als kleine, neue Familie das Bett aus und zieht nach einigen Wochen das Fazit: „Das habe ich mir aber anders vorgestellt“. Dies kann verschiedene Gründe haben. Die ersten Wochen und Monate mit dem Baby sind eh sehr aufregend und mitunter zehrend. Das bedeutet, man benötigt unbedingt einen guten Schlaf, um sich fit zu fühlen und zu regenerieren. Wenn du zu den empfindlichen Schläfern gehörst, fällt es dir sicherlich schwer, dein Baby nachts zu stillen und durch zu wenig Platz oder das Schnarchen deines Partners immer wieder wach zu werden. Erholt fühlst du dich am nächsten Morgen dadurch nicht, eher wie „durch den Wolf gedreht“. Wir sind nicht die Familienbett Sippe Manchmal halten sich Kind und Eltern unfreiwillig die Nacht über wach. Stets herrscht eine gewisse Unruhe. Das ist nicht schön, weder für die Eltern, noch für das Baby. Es gibt durchaus Familien, für die das getrennte Schlafen erholsamer ist, als auf Biegen und Brechen das Schlafen im Familienbett durchzusetzen. Falls dies bei euch der Fall sein sollte, mache dir klar, dass das keine Art Niederlage ist, sondern nur wieder einmal beweist, wie unterschiedlich wir und unsere Bedürfnisse sind. Gemeinsames Kuscheln im Bett kann ja dennoch stattfinden. Wir wünschen dir und deiner Familie erholsame Nächte.

Wie der erste Kindergeburtstag zu einem gelungenem Fest wird

Familienleben

vom 09.02.2026

Wie der erste Kindergeburtstag zu einem gelungenem Fest wird

Wie der erste Kindergeburtstag zu einem gelungenen Fest wird Das erste Lebensjahr deines Babys vergeht wie im Flug und eh du dich versiehst, wird der erste Geburtstag deines Kindes gefeiert. Doch wie gestaltest du den ersten Kindergeburtstag? Was schenkt man zum 1. Geburtstag und wie richtet man die Geburtstagsfeier aus? Erfahre, wie du und deine Familie einen unvergesslichen Tag verbringt und ihr ihn ganz nach den Bedürfnissen deines Kindes abstimmt. Der erste Kindergeburtstag – warum hier weniger mehr ist Welche Geschenke zum 1. Geburtstag schenken? Wer kommt zur Baby-Geburtstagsparty? Die eigenen Geburtstagsrituale schaffen Welcher Geburtstagskuchen zum 1. Geburtstag? Wie schaffst du Andenken an den 1. Geburtstag deines Kindes? Der erste Kindergeburtstag – warum hier weniger mehr ist Dein Kind versteht selbstverständlich nicht, was an seinem Ehrentag geschieht, hat aber feine Antennen dafür, wenn ihr Erwachsenen in feierlicher Stimmung seid. Versuche den Tag, so ruhig wie möglich anzugehen, übertreibe es nicht mit der Dekoration und gib Acht, dass du dein Baby nicht mit Reizen überflutest, damit ihr den 1. Geburtstag in vollen Zügen genießen könnt. Dein Baby benötigt keine Geschenkeflut (große Kinder übrigens auch nicht ;-)), kein Haus voll mit vielen Gästen und ebenso wenig ein feudales Festtagsprogramm. Lasst es ruhig angehen, genießt die Feier im kleinen Kreis und entscheidet euch für wenige, dafür aber sinnvolle Geschenke. Haltet euren Tagesrhythmus ein, wie ihr ihn auch sonst gestaltet. Vielleicht macht ihr einen schönen Spaziergang oder legt eine besonders lange Kuschelstunde ein. Als Eltern könnt ihr die Gelegenheit nutzen, das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen. Fragt euch: Wie hat mich das Baby verändert? Wie hat sich der Alltag verändert? Was macht mich besonders glücklich? Was habe ich mir ganz anders vorgestellt? Welche Geschenke zum 1. Geburtstag schenken? Besprich dich im Vorwege mit Verwandten und Freunden, was ihr euch für euer Baby, bzw. Kleinkindwünscht. Auch Gutscheine, ein Sparkonto oder neue Kleidung für das schnell wachsende Kind können Freude bereiten. Vermeide, dass dein Kind mit Geschenken überhäuft wird. Weder braucht dein Kind Unmengen an Spielzeug, noch Geschenke, die vielleicht rasch in Vergessenheit geraten und keine Freude bereiten. Was ist „gutes“ Spielzeug für 1-Jährige? Seit über 25 Jahren sind wir Experten für pädagogisch wertvolles Spielzeug für Kinder zwischen 6 Monaten und 10 Jahren. Gutes Spielzeug sollte aus natürlichen, unbelasteten Materialien hergestellt worden sein. Es sollte sicher und auf die Bedürfnisse deines Kindes abgestimmt sein. Gut ist, wenn dein Kind damit über einen langen Zeitraum mit dem Kinderspielzeug spielen kann und es immer wieder gerne bespielt. Mit einem Holzspielzeug, das die motorischen Fähigkeiten und die Wahrnehmung deines 1-Jährigen fördert, bist du immer gut beraten. Wie wäre es mit einem Stapelturm aus Holz, mit einem Lauflernwagen, Bilderbuch oder einem Holzpuzzle? Spoiler: Wahrscheinlich wird es damit enden, das dein Kind Umverpackungen und Geschenkpapier viel spannender, als die eigentlichen Geschenke findet und am Geburtstag damit spielt. Also, das sind unsere Erfahrungswerte. Was tun, wenn das Kind zu viel Geschenke erhält? Für die gesunde Entwicklung deines Kindes ist ein Zuviel an Spielwaren nicht förderlich. Notfalls kannst du einige Geschenke für spätere Zeiten „bei Seite legen“, damit deinem Kind die Spielentscheidung und das Konzentrieren auf das Spielzeug leichter fallen. Wer kommt zur 1. Geburtstagsparty? Wie weiter oben bereits beschrieben, möchten wir dir ans Herz legen, im kleinen Kreis zu feiern. Lädst du zusätzlich Freunde, Nachbarn und mehr ein, herrscht ein zu großer Trubel und das Geburtstagskind ist nur noch gestresst und überfordert. Ihr braucht weder eine Babyparty mit Gleichaltrigen aus der Krabbelgruppe, noch ein Motto. Lade ausschließlich die allerwichtigsten Personen, die deiner Familie wirklich nahe stehen, ein und feiert im beschaulichen Kreise. Die eigenen Geburtstagsrituale erschaffen Groß und Klein schätzen lieb gewonnene Rituale. Mit dem ersten Kindergeburtstag hast du die Möglichkeit, für deine Familie eure ganz eigenen, individuellen Rituale zum Geburtstag zu erschaffen. Wie wird das Geburtstagskind geweckt? Was wird gesungen? Wie wird der Geburtstagstisch dekoriert? Was wird gegessen? Was wird unternommen? Es geht nicht darum, den Geburtstag durchzutakten, aber ein, zwei Rituale rund um den Kindergeburtstag machen den Tag noch einmal ganz besonders. Welcher Geburtstagskuchen zum 1. Geburtstag? Auf süße, bzw. fettige Nahrungsmittel sollte ein 1-jähriges Kind möglichst verzichten. Nun gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder du sagst: „Ach was, am Geburtstag bekommt mein Kind eine dreischichtige Torte mit kindgerechtem Design! Ist ja schließlich Geburtstag!“ oder du sorgst dich doch und bist auf der Suche nach einer gesünderen Alternative. Wir können beide Varianten gut verstehen, doch wir würden eher zum zucker- und fettarmen Lösungsweg tendieren. Wie schaffst du Andenken zum 1. Geburtstag? Wir finden die Idee einer Geburtstagskiste ganz zauberhaft. Hierfür kannst du eine Holzkiste, aber auch einen schön beklebten Schuhkarton verwenden. Jedes Jahr hältst du eine oder mehrere Erinnerungen zum Kindergeburtstag fest und legst diese in die Kiste. Du kannst zum Beispiel eine Haarlocke deines Kindes aufbewahren oder ihm jedes Jahr einen Brief von dir in die Kiste legen. Bilder gehen natürlich immer, du kannst eine Geburtstagskerze oder ein Stück Geschenkpapier aufheben oder eure Gäste bitten, dem Kind gute Wünsche aufzuschreiben. Oder wie wäre es, jedes Jahr von deinem Kind einen Fußabdruck zu erstellen? Wir sind sicher, dir werden tolle Ideen für die Geburtstagskiste einfallen. Wir hoffen, wir konnten dir mit diesem Beitrag weiterhelfen und ein wenig Orientierung bieten. Und nun heißt es nur noch: Viel Spaß bei den Vorbereitungen und ganz viel Freude beim 1. Geburtstag deines Kindes, das an diesem Tag vom Baby zum Kleinkind wird. Bis dahin, dein HANS NATUR Team

Cybermobbing erkennen und handeln: Tipps für Eltern und Kinder

Familienleben

vom 09.02.2026

Cybermobbing erkennen und handeln: Tipps für Eltern und Kinder

Cybermobbing erkennen und handeln: Tipps für Eltern und Kinder Das Internet und soziale Medien bereichern unseren Alltag, bieten jedoch auch Raum für unangenehme Erfahrungen wie Cybermobbing . Gerade in einer Zeit, in der digitale Kommunikation allgegenwärtig ist, ist es wichtig, über dieses Thema informiert zu sein und zu wissen, wie man sich dagegen schützen kann. Wir möchten dir wertvolle Informationen und praktische Tipps geben, um gemeinsam mit deinen Kindern eine sichere und respektvolle Online-Welt zu gestalten. Erfahre, wie du Cybermobbing erkennst , wie du richtig reagierst und wie du präventiv handeln kannst. Gemeinsam können wir dazu beitragen, dass das Internet ein Ort bleibt, an dem sich Kinder und Jugendliche sicher entfalten können. Was ist Cybermobbing? Cybermobbing ist eine ernstzunehmende Form digitaler Gewalt, bei der Menschen gezielt über das Internet oder andere digitale Medien schikaniert oder beleidigt werden. Diese Angriffe können verschiedene Formen annehmen, wie zum Beispiel beleidigende Nachrichten, bedrohliche Kommentare, Verleumdungen in sozialen Netzwerken oder das unerlaubte Veröffentlichen peinlicher Fotos und Videos ohne Einwilligung der Betroffenen. Oft geschieht dies hinter dem Schutz der Anonymität oder unter falschen Identitäten, was es für die Betroffenen besonders schwer macht, die Täter zu identifizieren oder angemessen zu reagieren. Beleidigende Nachrichten und Kommentare sind häufige Formen von Cybermobbing. Hierbei werden Personen durch abfällige oder herabwürdigende Äußerungen absichtlich verletzt. Besonders in sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram oder TikTok können solche Kommentare schnell eine große Reichweite erlangen und das Opfer öffentlich bloßstellen. Dies kann zu erheblichen psychischen Belastungen führen und das Selbstwertgefühl der Betroffenen stark beeinträchtigen. Verleumdungen stellen eine weitere Form des Cybermobbings dar. Falsche oder beleidigende Informationen werden über das Internet verbreitet, oft mit dem Ziel, das Ansehen und den Ruf einer Person zu schädigen. Dies geschieht häufig durch die Verbreitung von Gerüchten, unwahren Behauptungen oder manipulierten Bildern und Videos. Diese Inhalte können sich rasch verbreiten und sind schwer zu kontrollieren, was die Betroffenen in eine verzweifelte Lage bringen kann. Ein besonders gravierendes Beispiel für Cybermobbing ist das unerlaubte Veröffentlichen intimer oder peinlicher Fotos und Videos. Diese Form des Missbrauchs wird als Sexting bezeichnet, wenn es sich um intime Inhalte handelt, die ursprünglich im Vertrauen an eine andere Person gesendet wurden. Durch das unbefugte Teilen dieser Bilder oder Videos können massive Schäden für das Opfer entstehen, sowohl persönlich als auch beruflich. Zusammengefasst zeigt sich Cybermobbing als eine perfide Nutzung digitaler Medien, um andere gezielt zu verletzen oder zu schädigen. Es ist wichtig, diese Formen der Gewalt ernst zu nehmen und Strategien zu entwickeln, wie man sich dagegen schützen und im Fall der Fälle angemessen reagieren kann. Wie erkenne ich, ob mein Kind Opfer von Cybermobbing ist? Erkennen, ob dein Kind Opfer von Cybermobbing ist, kann schwierig sein, da die Anzeichen oft subtil sind. Achte auf Veränderungen im Verhalten wie plötzliche Stimmungsschwankungen, vermehrten Rückzug von sozialen Aktivitäten oder ungewöhnliche Ängste in Bezug auf das Internet oder das Smartphone. Wenn dein Kind plötzlich schulische Probleme entwickelt, die vorher nicht vorhanden waren, könnte dies ebenfalls ein Hinweis sein. Diese Anzeichen können darauf hindeuten, dass etwas nicht stimmt und dein Kind möglicherweise online belästigt wird. Als Eltern ist es wichtig, offen mit deinem Kind zu kommunizieren und ein offenes Ohr für seine Sorgen und Ängste zu haben. Indem du auf diese Signale achtest und dein Kind unterstützt, kannst du ihm helfen, sich sicherer im digitalen Raum zu fühlen und Cybermobbing effektiv zu bekämpfen. Was tun bei Cybermobbing? Sofort handeln und Unterstützung suchen Wenn dein Kind Opfer von Cybermobbing wird, ist schnelles Handeln wichtig, um weitere Belästigungen zu verhindern und Unterstützung zu erhalten. Als erste Sofortmaßnahme ist es entscheidend, nicht auf die belästigenden Nachrichten oder Kommentare zu antworten. Dies kann die Situation oft nur verschlimmern. Stattdessen solltest du Beweise sichern, indem du Screenshots von den beleidigenden Inhalten machst. Diese können später als Nachweis für rechtliche Schritte dienen und helfen, den Täter zu identifizieren. Ein weiterer wichtiger Schritt ist das Blockieren des Täters auf allen relevanten Plattformen und sozialen Netzwerken. Dadurch kann weiterer Kontakt vermieden und das Risiko weiterer Belästigungen minimiert werden. Danach sollte das Cybermobbing beim Plattformbetreiber gemeldet werden. Viele soziale Netzwerke und Online-Plattformen bieten Möglichkeiten zur Meldung von Missbrauch oder Belästigung. Diese Meldungen können dazu beitragen, dass die beleidigenden Inhalte schnell entfernt werden und Maßnahmen gegen den Täter ergriffen werden. Neben der technischen Vorgehensweise ist es ebenso wichtig, emotionale Unterstützung für dein Kind zu bieten. Sprich mit ihm über das Geschehene und ermutige es, sich an Vertrauenspersonen wie Lehrer, Schulberatung oder psychologische Fachkräfte zu wenden. Der Austausch mit anderen kann helfen, das Erlebte zu verarbeiten und das Selbstvertrauen wieder zu stärken. In schwerwiegenden Fällen oder wenn das Cybermobbing nicht aufhört, sollten rechtliche Schritte erwogen werden. Dies kann die Anzeige bei der Polizei umfassen, um strafrechtliche Schritte einzuleiten. Es ist ratsam, sich auch rechtlich beraten zu lassen, um die beste Vorgehensweise zu wählen und das Kind während des gesamten Prozesses zu unterstützen. Cybermobbing ist eine ernste Angelegenheit, und es ist wichtig, dass Betroffene und deren Familien wissen, dass sie Unterstützung haben und dass es Wege gibt, sich effektiv dagegen zu wehren. Praktische Schritte für dich und dein Kind Nicht reagieren : Antworte nicht auf beleidigende Nachrichten oder Kommentare. Beweise sichern : Mache Screenshots oder sichere andere Beweise für die belästigenden Inhalte. Täter blockieren : Blockiere den Täter auf allen relevanten Plattformen und sozialen Netzwerken. Meldung bei Plattformbetreiber : Melde das Cybermobbing beim Betreiber der jeweiligen Plattform oder des sozialen Netzwerks. Unterstützung suchen : Biete emotionalen Beistand und ermutige dein Kind, sich an Vertrauenspersonen wie Lehrer oder Schulberatung zu wenden. Rechtliche Schritte erwägen : Bei schwerwiegendem Cybermobbing oder anhaltenden Belästigungen erwäge rechtliche Schritte wie die Anzeige bei der Polizei und hole rechtliche Beratung ein. Wie kann man sich gegen Cybermobbing schützen? Um sicher im Internet zu navigieren, ist es entscheidend, dass Kinder und Jugendliche regelmäßig ihre Datenschutzeinstellungen überprüfen. Dies bedeutet, dass sie kontrollieren, wer ihre Inhalte sehen kann und welche persönlichen Informationen öffentlich sind. Es ist ratsam, nur Personen, die sie persönlich kennen, als Kontakte hinzuzufügen und sicherzustellen, dass keine sensiblen oder persönlichen Informationen in öffentlichen Beiträgen preisgegeben werden. Diese einfachen Schritte helfen dabei, die Privatsphäre zu schützen und das Risiko von Cybermobbing zu minimieren. Für Eltern ist es besonders wichtig, ein offenes Gespräch mit ihren Kindern über deren Online-Aktivitäten zu führen. Indem sie echtes Interesse zeigen und die digitalen Erlebnisse ihrer Kinder verstehen möchten, schaffen Eltern Vertrauen. Gemeinsam können klare Regeln für die Internetnutzung festgelegt und regelmäßig überprüft werden. Solche Regeln fördern sicherere Online-Gewohnheiten und schützen Kinder vor potenziellen Gefahren im Netz. Wenn Eltern und Kinder gemeinsam an einem verantwortungsvollen Umgang mit dem Internet arbeiten, können sie sicherstellen, dass das Internet ein Ort bleibt, an dem sich jeder sicher und respektiert fühlen kann. Unterstützung und Hilfe bei Cybermobbing finden Wenn du oder dein Kind Opfer von Cybermobbing geworden ist, gibt es verschiedene Anlaufstellen, die euch unterstützen können. Der WEISSE RING und andere Beratungsstellen stehen bereit, um Opfern von Cybermobbing mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Sie bieten individuelle Unterstützung und können euch helfen, die nächsten Schritte zu planen, um die Situation zu bewältigen. Die Telefonseelsorge ist rund um die Uhr unter den Nummern 0800 111 0111 und 0800 111 0222 erreichbar. Hier könnt ihr anonym und kostenfrei mit geschulten Beratern sprechen, die euch in schwierigen Zeiten zur Seite stehen und Hilfe anbieten. Für Kinder und Jugendliche gibt es speziell das Kinder- und Jugendtelefon unter der Nummer 0800 111 0333. Auch hier könnt ihr euch anonym an Berater wenden, die euch bei Problemen unterstützen und Lösungswege aufzeigen können. Die Polizei ist eine weitere wichtige Anlaufstelle. Sie kann nicht nur bei der Strafverfolgung helfen, sondern auch örtliche Hilfsangebote und Beratungsstellen empfehlen, die auf die Bedürfnisse von Opfern digitaler Gewalt spezialisiert sind. Sie vermittelt euch an kompetente Ansprechpartner, die euch weiterhelfen können. Cybermobbing trifft niemals die Schuld des Opfers. Es ist entscheidend, dass sowohl du als auch dein Kind verstehen, dass niemand es verdient, online belästigt oder bloßgestellt zu werden. Egal wie diese Situation entstanden ist, es erfordert Mut und ist wichtig, sich Unterstützung zu suchen. Diese Unterstützungsangebote stehen euch zur Verfügung, um euch durch diese belastende Zeit zu begleiten und euch dabei zu unterstützen, das Cybermobbing zu bewältigen.

Was tun, wenn dein Kind lügt?

Familienleben

vom 09.02.2026

Was tun, wenn dein Kind lügt?

Das ist doch gelogen - wenn Kinder lügen Irgendwann entdeckt ein jedes Kind, dass man nicht immer zwingend die Wahrheit sagen muss. Damit meinen wir keine Phantasiegeschichten im Kleinkinderalter, sondern bewusste Lügen , die Kinder ab 5, 6 Jahren zum Besten geben. Wie erklärt man seinem Nachwuchs den Unterschied zwischen Notlügen und „bösen“ Lügen ? Was lebst du deinen Kindern vor? Und was steckt hinter diesen Lügen, denn heißt es nicht, jede Lüge hat ihren Grund? Nur eine kleine Lüge Ein richtiges „Pokerface“ haben die Kinder noch nicht und meistens kann man ihnen bereits an der Nasenspitze ansehen, dass etwas nicht stimmt. Zudem fällt es Kindern in dem Alter schwer, eine Lüge aufrecht zu erhalten. Fliegt die Lüge auf oder wird sie vom Kind gestanden, stellt sich beim Nachwuchs danach große Erleichterung ein, denn sie empfinden die Lüge als große Belastung. Bei älteren Kindern hat das Lügen schon eine andere Qualität. Sie wissen, aufgrund ihrer Erfahrungen und Entwicklung, was der andere von Ihnen erwartet und können im Zusammenhang mit ihrer Lüge, den Schein besser wahren. Lügen haben immer ihren Grund Unsere Kinder oder auch wir, lügen aus den unterschiedlichsten Gründen. Das können ganz lapidare, kleine Gründe sein oder auch große, belastende Gründe. Es gibt Lügen, die entstehen aus Unsicherheit, Scham oder zum eigenen Schutz. Gelogen wird durch den Wunsch der Zugehörigkeit, aus Geltungsbedürfnis, ganz oft aus Angst oder aus Gründen der Loyalität. Wenn wir Erwachsenen ehrlich zueinander sind, wissen wir genau, dass wir auf einen Großteil unserer kleinen Notlügen verzichten könnten. Doch wenn wir uns ausmalen, was stattdessen geschieht, wählen wir den leichteren, wenn auch nicht den moralisch richtigen Weg der Lüge. Eltern Lügen im Alltag Das beginnt ja schon bei der Frage “Wie geht es dir?“. Stell dir vor, du triffst eine alte Bekannte auf dem Wochenmarkt und sie stellt dir eben diese Frage. Ein „Gut und dir?“ kommt so schnell hervorgeschossen, ohne das man auch nur darüber nachdenkt. Oder man hält kurz inne und realisiert, dass man dieser Person nun wirklich nicht erzählen möchte, wie es einem wirklich geht. Gerne macht man sich mit seinen Lügen auch klein. Vielleicht hat dich jemand gekränkt und du lässt ein „ Ach, nicht so schlimm.“ verlauten, obwohl du dich wirklich verletzt fühlst. Wieso wir an dieser Stelle so ausholen? Das Beschriebene ist nur ein klitzekleiner Auszug von den Unwahrheiten, die uns regelmäßig über die Lippen gehen. Kommen deine Kinder in das Alter, dass sie nichts interessanter finden, als die Gespräche der Erwachsenen (ja, das geschieht garantiert), solltest du dir ernsthaft Gedanken machen, was du deinem Kind in Sachen Lügen vorlebst. Flunkerst du hier und da ganz gerne, weil es deiner Meinung nach deine Welt ein wenig einfacher macht, darfst du dich nicht wundern, wenn dein Kind dir nacheifert. Gleichwohl kannst du dir ein „Warum Lügen nicht in Ordnung sind- Gespräch“ mit deinem Kind sparen, wenn du ein schlechtes Vorbild bist. Doch ist es das, was du dir für dein Kind wünschst? Kinder lügen meistens aus Angst Traurig ist das. Ganz häufig sagen Kinder nicht die Wahrheit aus Angst vor Schimpfereien und Bestrafungen. Zum Thema Lügen gibt es eine Menge Sprüche, die Kindern Angst einflößen: Vom Lügen bekommt man eine lange Nase, Lügen haben kurze Beine, wer einmal lügt, dem glaubt man nicht mehr…. Wird man als Kind dann bei einer Lüge ertappt oder malt sich als Kind die Folgen davon aus, macht es dies den Kleinen doppelt schwer, geständig zu sein. Zu aller erst sollte dein Kind immer das ganz, ganz sichere Gefühl haben, jederzeit und mit allem zu dir kommen zu können. Erwischt du also dein Kind beim Lügen und es sucht ein Gespräch mit dir, weil es mächtig geflunkert hat, lautet die erste und wohl wichtigste Regel NICHT SCHIMPFEN! Wie kann ich meinem Kind erläutern, warum man nicht lügen sollte? Das wohl Schwierigste daran ist, den Unterschied zwischen Notlügen und schlechten Lügen zu erklären. Warum fällt und das so schwer? Wahrscheinlich, weil wir tief in unserem Herzen wissen, dass das Aufrichtigste wäre, immer wahre Worte zu sprechen. Gut ist, das ungute, flaue Gefühl, wenn man gelogen hat, für das Kind noch einmal in Worte zu fassen und genau zu beschreiben. Steht das Kind das nächste Mal vor der Entscheidung Wahrheit oder Lüge, erinnert es sich vielleicht an das schlechte Bauchgefühl und bleibt sich treu. Warum hast du gelogen? Es ist nicht damit getan, sein Kind für die Lüge zu tadeln und es anzuhalten jetzt stets die Wahrheit zu sagen. Die Frage nach dem Warum ist wesentlich wichtiger. Gehe auf Nummer sicher und versuche herauszufinden, warum dein Kind gelogen hat. Ist es unglücklich? Hat es Sorgen? Lass dein Kind nicht mit eventuellem Kummer alleine und biete Hilfestellung an. Findet dein Kind alleine den Weg zu dir und gesteht dir seine Lüge, lobe es für seinen Mut und seine Geradlinigkeit. Wenn das Lügen überhand nimmt Flunkert dich dein Kind wiederholt an, solltest du etwas unternehmen. Sprich mit deinem Kind und erkläre ihm, dass durch vermehrtes Lügen, das Vertrauensverhältnis bröckeln kann. Lügt dein Kind dich immer wieder bei der gleichen Sache an, zum Beispiel: „Hausaufgaben sind fertig.“, gibt es fortan eine Hausaufgabenkontrolle, bis alles reibungslos läuft. Solltest du dir gar nicht mehr zu helfen wissen oder du wünscht neue Impulse für eine Lösung, sind der Kinderarzt oder eine Hilfestelle sind immer gute Anlaufstellen.

Osterhase, bunte Eier und das Osterfeuer – Was bedeuten unsere Osterbräuche?

Familienleben

vom 09.02.2026

Osterhase, bunte Eier und das Osterfeuer – Was bedeuten unsere Osterbräuche?

Osterhase, bunte Eier und das Osterfeuer – Was bedeuten unsere Osterbräuche? Zu Ostern denken wir nicht nur an die Auferstehung Jesu – auch unsere Osterbräuche mit den gefärbten Eiern, Osterhasen und dem Osterfeuer spielen eine zentrale Rolle. Vielleicht fragst du dich, wie sie Teil des Osterfestes geworden sind und welche Bedeutung sie eigentlich haben? Die Antworten darauf sind spannend – und manchmal überraschend. Hier erfährst du mehr: Vielleicht entdeckst du Geschichten, von denen du deinem Kind erzählen möchtest – und möglicherweise spürt ihr, wie sehr wir immer noch mit den uralten Bildern verbunden sind. Weitere Beiträge, die dich interessieren könnten: