Gesundheit & Wohlbefinden
vom 03.07.2026
Das kranke Kind: Linderung durch Wickel – ein altbewährtes Hausmittel
Das kranke Kind: Linderung durch Wickel – ein altbewährtes Hausmittel Wenn dein Kind krank ist, möchtest du ihm sicher helfen, sich besser zu fühlen. Du kannst das natürliche und bewährte Hausmittel des Wickels zur Linderung von Beschwerden einsetzen. Diese sanfte Methode zählt zur Hydrotherapie (hydro= gr. Wasser) und wurde schon in frühen Kulturen erfolgreich angewandt. Bei harmlosen Erkrankungen können Wickel deinem Kind auf natürliche Weise Linderung verschaffen, sein Wohlbefinden fördern und seine Selbstheilungskräfte aktivieren. Damit Wickel ihre volle Wirkung entfalten können, ist es wichtig, sie richtig einzusetzen und anzulegen. Eine unsachgemäße Anwendung könnte deinem Kind sogar eher schaden als helfen. Bitte beachte:
Wenn die Symptome unklar oder die Beschwerden stark sind, sollest du einen Arzt aufsuchen, um die Ursache abzuklären und ernsthafte Erkrankungen ausschließen zu können. Bei Babys und Kleinkindern ist die Konsultation des Kinderarztes immer ein absolutes Muss! Wickel sollten bei ihnen frühestens ab 18 bis 24 Monaten und erst nach Rücksprache mit dem Arzt eingesetzt werden. Wie Wickel wirken und bei welchen Beschwerden sie helfen können Ein Wickel setzt sich aus mehreren Lagen Stoff zusammen, die eng um ein bestimmtes Körperteil gewickelt werden, wobei das Innentuch angefeuchtet ist. Zwar können Wickel auch trocken angewendet werden, d och feuchte Wickel zeigen eine stärkere Wirkung. Sie können warm oder kalt eingesetzt werden – die Wahl richtet sich nach den Beschwerden und dem individuellen Wärme- bzw. Kälteempfinden deines Kindes: 🚫 Wann Wickel nicht angewendet werden dürfen Wickel sollten nicht angewendet werden, wenn dein Kind: über Herz- oder Kreislaufbeschwerden klagt Schüttelfrost hat kalte Hände oder Füße hat stark kälte- oder wärmeempfindlich ist unter Harnwegsinfekten oder Blasenentzündungen leidet offene Hautverletzungen oder Hautirritationen am betreffenden Körperteil aufweist Beobachte dein Kind bei der Wirkzeit des Wickels genau – zeigt es Anzeichen von Unwohlsein oder beginnt es zu frieren : Entferne den Wickel sofort. Sollte die Anwendung für dein Kind Stress bedeuten, brich sie ab und versuche es später erneut. 💡Anleitung zur Herstellung eines Wickels Du kannst einen Wickel ganz einfach selbst herstellen: Er umfasst drei Tuchlagen, die alle aus Naturfasern bestehen sollten – denn nur Textilien aus natürlichen Fasern nehmen gut Feuchtigkeit auf und sind luft- wie auch wärmedurchlässig. Synthetische Gewebe bringen diese Eigenschaften nur eingeschränkt mit und können daher einen Hitzestau verursachen; sie sind deshalb nicht für Wickel geeignet. Aus gleichem Grund darf niemals eine Folie zum Fixieren eines Wickels verwendet werden. Die drei Lagen setzen sich folgendermaßen zusammen: Am einfachsten ist es, ein fertiges Wickel-Set in Bio-Qualität zu erwerben; das hat den Vorteil, dass du deinen Wickel immer gleich fertig griffbereit hast, wenn du ihn benötigst. Das Set besteht aus einem Innentuch in Bouretteseide, einer mittleren Lage aus Bio-Baumwolle und einem Außentuch aus Schurwollplüsch. Letzteres ist mit praktischen Schleifenbändern ausgestattet, die dir ein schnelles und unkompliziertes Anlegen ermöglichen und die Anwendung erleichtern: Weitere Hinweise zur Anwendung Optional kannst du die Wirkung von Wickeln durch den Zusatz von heilenden Substanzen wie ätherischen Ölen, Heilkräutern oder Quark erhöhen. Aber: Manche Öle oder Kräuter wie Kampfer, Eukalyptus-, Thymian- und Pfefferminzöl können bei Babys oder Kleinkindern die Atemwege reizen und Atemnot oder Krämpfe auslösen. Lass dich also hierzu vorab in der Apotheke beraten oder sprich mit eurer Kinderärztin darüber. Bleibe während der Wirkzeit bei deinem Kind und lass es nicht unbeaufsichtigt. Du kannst ihm etwas vorlesen, eine Geschichte erzählen oder leise etwas vorsingen. Diese liebvolle Zuwendung ist wichtig für dein Kind und unterstützt den Heilungsprozess; zudem kannst du so beobachten, ob dein Kind den Wickel gut verträgt. Damit die Methode ihre ganze Wirksamkeit entfalten kann, sollte dein Kind nach dem Entfernen des Wickels noch mindestens eine halbe Stunde warm eingekuschelt im Bett nachruhen. Oft fallen Kinder dann ohnehin in einen erholsamen Schlaf. Wenn Beschwerden länger andauern, sich nicht bessern oder verschlimmern musst du mit deinem Kind immer den Arzt aufsuchen! Wir wünschen deinen Lieben schnelle Genesung! Weitere Beiträge, die dich interessieren könnten: