Wenn dein Baby weint, bleibe ruhig und zeige ihm, dass du da bist. Prüfe mögliche Ursachen wie Hunger, Müdigkeit, eine volle Windel oder Unwohlsein. Danach kannst du Schritt für Schritt ausprobieren, was ihm hilft – mit deiner Unterstützung lernt es mit der Zeit immer besser, sich selbst zu beruhigen.
Ruhig und präsent bleiben
- Zeige deinem Baby, dass es nicht allein ist: Suche Blickkontakt, sprich ruhig mit ihm oder lege sanft eine Hand auf seinen Körper.
- Deine Nähe und deine vertraute Stimme können bereits ausreichen, damit es sich sicher und geborgen fühlt und leichter beruhigen kann.
Mögliche Ursachen prüfen
Überlege, was dein Baby gerade brauchen könnte:
- Hat es Hunger oder Durst?
- Ist die Windel nass oder voll?
- Hat es Bauchweh, zahnt es oder wirkt es krank?
- Ist es müde oder durch zu viele Eindrücke überreizt?
- Ist ihm zu warm oder zu kalt?
Mit der Zeit lernst du seine Signale immer besser kennen und kannst seine Bedürfnisse leichter einordnen.
Deinem Baby Zeit geben
- Babys lernen mit der Zeit, sich immer besser selbst zu beruhigen.
- Warte daher einen kurzen Moment, während du bei deinem Kind bist und beobachte, ob es wieder zur Ruhe findet.
Sanfte Beruhigungsmöglichkeiten ausprobieren
Nicht jedes Baby lässt sich auf die gleiche Weise beruhigen. Probiere nach und nach aus, was deinem Kind guttut:
- Stillen oder die Flasche geben, wenn es Hunger oder Durst zeigt.
- Auch das Saugen an der Brust ohne Nahrungsaufnahme (non-nutritives Saugen) kann vielen Babys helfen, sich zu beruhigen.
- Ob deinem Baby zu warm oder zu kalt ist, kannst du mit dem Nackentest prüfen. Mehr dazu findest du in unserem FAQ zum Babyschlaf.
- Nähe schenken: Kuscheln oder direkter Hautkontakt
- Tragen, sanftes Wiegen oder Schaukeln
- Ruhiges Sprechen, Summen oder leises Singen
- Reize reduzieren: wenig Licht und eine ruhige Umgebung
- Eine sanfte Bauchmassage kann bei Bauchweh helfen. Massiere den Bauch sanft im Uhrzeigersinn rund um den Bauchnabel – das folgt dem natürlichen Darmverlauf und kann Blähungen lindern.
- Auch ein angenehm warmer Bauchwickel kann deinem Kind helfen, sich zu entspannen.
- Babys haben ein angeborenes Saugbedürfnis. Ein Schnuller kann dieses Bedürfnis stillen und manchen Babys dabei helfen, sich zu beruhigen und leichter einzuschlafen.
Wann du ärztlichen Rat einholen solltest
Wenn dein Baby ungewöhnlich lange oder sehr schrill schreit, sich kaum beruhigen lässt, Fieber hat, schlecht trinkt, ungewöhnlich schläfrig wirkt oder du dir Sorgen machst, solltest du eine Kinderärztin oder einen Kinderarzt kontaktieren.
Quellen und weiterführende Informationen
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