Geschrieben von Silvia von Berg am 21. September 2023. Zuletzt aktualisiert am 3. September 2026.

7 Tipps, wie du den Schlafplatz deines Babys sicher und gemütlich einrichtest

Ein Baby braucht für einen guten Schlaf vor allem Geborgenheit, Nähe und einen sicheren Schlafplatz. Bei der Ausstattung gilt dabei: Weniger ist mehr. Ein geeignetes Bett, eine feste Matratze, ein passendes Spannbettlaken und ein Schlafsack – mehr braucht es für die Ausstattung des Schlafplatzes nicht.

Tipp: Wenn du mehr über das Thema Schlafsicherheit wissen möchtest, dann schau in unseren Eltern-FAQ: Babyschlaf – Sichere Schlafumgebung, Einschlafen & Durchschlafen. Dort findest du schnell und übersichtlich alle wichtigen Informationen.

Hier erfährst du, worauf es bei Bett, Matratze, Schlafsack und Co. ankommt und wie du den Schlafplatz deines Babys sinnvoll ausstattest:

1. Babybett, Beistellbett oder Familienbett?
2. Was braucht dein Baby wirklich im Bett?
3. Die passende Babymatratze
4. Spannbettlaken und Matratzenschutz
5. Schlafsack statt Bettdecke
6. Die richtige Schlafkleidung
7. Den Schlafplatz gemütlich gestalten

1. Babybett, Beistellbett oder Familienbett?

Wo dein Baby schläft, hängt auch davon ab, welche Lösung zu eurem Familienalltag passt. Für das erste Lebensjahr wird ein eigener Schlafplatz im Elternschlafzimmer empfohlen. So ist dein Baby in deiner Nähe und schläft gleichzeitig auf einer eigenen, sicheren Liegefläche.

Beistellbett: nah beieinander schlafen

Ein Beistellbett verbindet Nähe mit einem eigenen Schlafbereich für dein Baby. Besonders in den ersten Monaten kann das praktisch sein: Du hast dein Baby nachts direkt bei dir und musst zum Stillen, Füttern oder Beruhigen nicht weit gehen.
Wichtig: Das Beistellbett sollte sicher am Elternbett befestigt werden, damit zwischen den beiden Matratzen keine Lücke entsteht.

Babybett: eine Lösung für längere Zeit

Ein klassisches Babybett bietet mehr Platz und kann häufig über mehrere Jahre genutzt werden. Einige Modelle lassen sich später zum Kinderbett umbauen.
Wichtig: Neben einer stabilen Verarbeitung ist vor allem entscheidend, dass Matratze und Bettmaß genau zusammenpassen. Wird das Babybett im Schlafzimmer der Eltern aufgestellt, lässt sich auch hier Nähe mit einem eigenen Schlafbereich verbinden.

Und das Familienbett?

Viele Familien wünschen sich, gemeinsam mit ihrem Baby in einem Bett zu schlafen. Beim Schlafen im Familienbett müssen jedoch besondere Sicherheitsbedingungen beachtet werden.

Tipp: Wenn das Familienbett für euch eine Option ist, findest du dazu ausführliche Informationen in unserem Ratgeber Familienbett mit Baby: Vorteile, Nachteile & sicher schlafen.

2. Was braucht dein Baby wirklich im Bett?

Beim Einrichten des Babybetts ist die Versuchung groß, es besonders weich und gemütlich zu gestalten. Für Babys ist jedoch möglichst freie Liegefläche die sichere Wahl. Eine feste Matratze mit passendem Spannbettlaken, bei Bedarf ein Matratzenschutz darunter und ein geeigneter Schlafsack allein bilden die Ausstattung.

Kissen, Decken, Nestchen, Kuscheltiere und andere lose Gegenstände gehören im ersten Lebensjahr aus Sicherheitsgründen nicht ins Babybett.

3. Die passende Matratze fürs Babybett

Babys verbringen viel Zeit schlafend. Umso wichtiger ist eine Matratze, auf der der kleine Körper sicher und gut gestützt liegt.

So sollte eine Babymatratze sein

  • fest und flächenelastisch sein
  • eben aufliegen
  • genau in das Bett passen
  • formstabil
  • schadstoffgeprüft

Sehr weiche Matratzen oder zusätzliche weiche Topper sind für Babys nicht geeignet. Das Baby sollte nicht tief in die Unterlage einsinken.

Naturmaterialien für ein angenehmes Schlafklima

Bei HANS NATUR setzen wir bei Babymatratzen bevorzugt auf natürliche Materialien. Matratzen mit einem festen Kokosfaserkern sind beispielsweise formstabil und lassen Luft gut zirkulieren. Bezüge aus Baumwolle oder anderen Naturfasern können zusätzlich dabei helfen, Feuchtigkeit aufzunehmen und ein angenehmes Schlafklima zu unterstützen.

Entscheidend für eine geeignete Babymatratze sind zuerst ihre Festigkeit, Passform und Sicherheit. Das Material ist ein weiteres Auswahlkriterium.

4. Spannbettlaken und Matratzenschutz

Auf die Matratze gehört ein gut sitzendes Spannbettlaken. Es sollte glatt aufliegen und sich nicht lösen oder Falten bilden.

Praktisch ist außerdem ein Matratzenschutz. Ein Moltonschoner nimmt Feuchtigkeit auf und schützt die Matratze vor Verschmutzungen. Soll die Matratze vollständig vor Nässe geschützt werden, kannst du einen wasserdichten Nässeschutz verwenden. Beachte dabei, dass dieser meist weniger luftdurchlässig ist als ein reiner Moltonschutz.

Auch hier gilt: Die Auflage sollte immer glatt, passgenau und sicher unter dem Spannbettlaken liegen.

5. Schlafsack statt Bettdecke

Für Babys ist ein Schlafsack die empfohlene Alternative zur Bettdecke. Er kann nicht einfach weggestrampelt oder über das Gesicht gezogen werden und lässt die Liegefläche frei.

Bei der Auswahl kommt es vor allem auf drei Dinge an:

Die richtige Größe

Der Schlafsack sollte am Hals und an den Armausschnitten gut sitzen, ohne einzuengen. Ist er zu groß, kann dein Baby hineinrutschen.

Die passende Wärmeleistung

Je nach Jahreszeit und Raumtemperatur gibt es leichtere und wärmere Schlafsäcke. Der TOG-Wert hilft dir dabei, die Wärmeleistung verschiedener Modelle einzuschätzen. Mehr dazu findest du in unserem Ratgeber:Finde den richtigen Schlafsack für dein Kind mit Hilfe des TOG-Wertes

Ein angenehmes Material

Atmungsaktive Naturfasern wie Baumwolle oder Wolle können Feuchtigkeit aufnehmen und den Temperaturausgleich unterstützen.

6. Was zieht dein Baby zum Schlafen an?

Was du deinem Baby unter dem Schlafsack anziehen solltest, lässt sich nicht pauschal sagen. Entscheidend sind die Raumtemperatur, die Wärmeleistung des Schlafsacks und das individuelle Wärmeempfinden deines Babys.

Je nach Temperatur können zum Beispiel Kurz- Oder Langarmbody und Schlafanzug oder auch nur ein leichter Body unter dem Schlafsack ausreichen.

Eine gute Orientierung bietet der Nackentest: Fühlt sich der Nacken deines Babys angenehm warm und trocken an, ist die Kleidung meist passend gewählt. Ist die Haut heiß oder feucht, ist deinem Baby wahrscheinlich zu warm. Kühle Hände und Füße allein bedeuten dagegen nicht automatisch, dass dein Baby friert.

Für den Schlafraum wird eine eher kühle Temperatur empfohlen – als Orientierung gelten etwa 16 bis 18 °C. Wichtig ist vor allem, Überwärmung zu vermeiden.

7. Den Schlafplatz gemütlich gestalten – rund ums Bett

Ein möglichst freies Babybett muss nicht bedeuten, dass der Schlafbereich kühl oder unpersönlich wirkt. Gemütlichkeit kannst du auch rund um das Bett schaffen.

Ein Mobile kann deinem Baby etwas zum Betrachten bieten, eine Spieluhr Teil eines ruhigen Abendrituals werden. Beachte aber, dass sich beides sicher außerhalb der Reichweite deines Babys befindet.

Auch sanftes Licht schafft eine angenehme Atmosphäre und ist gerade nachts praktisch, wenn du dein Baby stillst, fütterst oder wickelst. Wenn du ein Nachtlicht verwendest, wähle am besten ein warmes, gedämpftes Licht. Auch eine Salzlampe kann mit ihrem weichen, warmen Schein für eine gemütliche Stimmung rund um den Schlafplatz sorgen.

Du kannst den Schlafplatz deines Babys also schön und einladend gestalten, ohne dabei auf Sicherheit zu verzichten. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen dem Schlafbereich rund um das Bett und der Liegefläche im Bett.

Auf Nestchen, Kissen, Babydecken, Lammfelle und Kuscheltiere solltest du im Babybett während des ersten Lebensjahres verzichten.

Mehr zum Thema Babyschlaf und Ausstattung

Wenn du dir die passende Ausstattung für den Schlafplatz deines Babys ansehen möchtest, schau gern in unseren Produktratgeber. Dort haben wir eine passende Auswahl für dich zusammengestellt: Babybett & Schlafzubehör – alles für den behüteten Schlaf deines Babys

Quelle und weiterführende Informationen

Silvia von Berg

Silvia von Berg

Content Managerin und Autorin

Silvia von Berg entwickelt bei HANS NATUR den Familienratgeber sowie weitere redaktionelle Konzepte. Sie recherchiert, schreibt und gestaltet Inhalte rund um Schwangerschaft, Familie und nachhaltiges Leben. Dabei fließen ihre Erfahrungen aus Pädagogik, Familienbildung, Coaching und wissenschaftlichem Arbeiten ein. So entstehen Beiträge, die Eltern Orientierung geben, zu neuen Ideen inspirieren und den oft turbulenten Familienalltag mit kleinen Impulsen bereichern.