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Wildseide

Wildseide

Herstellung und Verarbeitung der Wildseide

Seide ist ein Naturprodukt, geschätzt bei der Herstellung edler Kleidung sowie von Bettwaren und Textilien. Diese Faser wird aus den Kokons der Seidenraupe, also der Larve des Seidenspinners, hergestellt.
Bei der Wildseide werden für die Herstellung ausschließlich Kokons verwendet, aus denen der Seidenspinner bereits geschlüpft ist. Die schützende Hülle ist also nicht mehr intakt, was zur Folge hat, dass der Seidenfaden bei der weiteren Bearbeitung nicht in einem Zug abgewickelt werden kann. Die Oberfläche der Wildseide erscheint deshalb unregelmäßiger als die der sogenannten Haspelseide. Dieses "Abhaspeln", wie es in der Fachsprache heißt, ist nur dann möglich, wenn der Kokon unbeschädigt ist. Bei der konventionellen Seidenproduktion werden Falter oder Schmetterlinge daher gezüchtet und die Larven noch im Gehäuse abgetötet. Am häufigsten betrifft das den Maulbeerspinner, weshalb synonym von Maulbeerseide als der reinen Seide gesprochen wird.

Tussahseide

Zu den am meisten verbreiteten Wildseidenarten gehört die Tussahseide. Diese Faser wird aus den Kokons des Tussahspinners gewonnen. Dessen Raupen zählen Eichenlaub zu ihrer Hauptnahrungsquelle, weshalb sie schlicht als Eichenspinner bezeichnet werden. Der Tussahspinner ist ein Schmetterling, der wild insbesondere in China und Japan vorkommt. Auch die Fagaraseide aus den Kokons des Atlasspinners zählt zu den Wildseidenarten.
Da bei der Herstellung die defekten Kokons nach der Reinigung nicht in einem Zug abgehaspelt werden können, müssen die kürzeren Fäden versponnen werden. So kann es zu Verdickungen und Unregelmäßigkeiten kommen. Zum Schluss werden die Reste des Seidenleims aus den Fäden entfernt.

Eigenschaften

Ebenso wie Haspel- oder Maulbeerseide zeichnet sich auch die Wildseide durch hohe Reißfestigkeit und glänzende Fasern aus, Eigenschaften, wie sie nicht nur für die Herstellung hochwertiger Kleidung notwendig sind. Die Farbe kann allerdings variieren, sie ist abhängig von der Nahrung der Raupen. Das reine Weiß der Maulbeerseide gibt es hier nicht. Es gilt: Je mehr Gerbstoffe im Futter der Raupen, umso dunkler sind die Fasern. Und das hat Auswirkungen auf die Färbeeigenschaften der Wildseide.
Dennoch: Insbesondere ihre temperaturausgleichenden und feuchtigkeitsregulierenden Eigenschaften machen diese Faser in der Textilverarbeitung überaus beliebt. Nicht nur bei der Herstellung von Kleidung, auch bei der Fertigung von Heimtextilien und Bettwaren kommt Wildseide zum Einsatz.

Verwendung

Bettdecken aus Wildseide sind leicht, anschmiegsam und sorgen insbesondere im Sommer für ein angenehmes Schlafklima. Die Füllung aus Tussahseide wirkt atmungsaktiv und feuchtigkeitsausgleichend. Kombiniert mit einem Inlett aus Bio Baumwolle sorgen diese Bettdecken für höchsten Schlafkomfort.
Seidendecken haben sich auch für Babys und Kinder sowie für Erwachsene mit empfindlicher Haut als sehr gut verträglich erwiesen, ideal ist hier eine Verknüpfung mit Bio Materialien.
Da Wildseidenfasern von Natur aus fester sind als reine Seide, werden sie gerne mit anderen Materialien kombiniert. Bettdecken mit einer Füllung aus Tussahseide und Bio Merinowolle kommen das ganze Jahr hindurch zum Einsatz. Sie verfügen über ein geringes Eigengewicht, schaffen ein ausgeglichenes Schlafklima und sorgen für hohen Feuchtigkeitsausgleich.
Ideal für eine ganzjährige Nutzung sind auch Kombi-Decken aus Tussahseide und Babykamelflaumhaar. Je nach Jahreszeit können die Bettdecken separat oder zusammen verwendet werden.

Pflege

Seide ist eine sehr empfindliche Faser. Allerdings: Bei entsprechender Pflege hält sie lange, ohne an Qualität einzubüßen. Empfehlenswert ist zum Beispiel bei Bettdecken oder auch bei Bekleidung das regelmäßige Lüften sowie die Verwendung eines milden Pflegeshampoos. Damit können Seidenprodukte wie Kleidung oder Bettdecken vorsichtig in lauwarmem Wasser per Handwäsche gereinigt werden. Nach dem Ausspülen sollte man die Wäsche nicht auswringen, sondern in ein Tuch einrollen. Auch das Bügeln von Kleidung ist möglich: Am besten, wenn die Seide noch feucht ist, von links, bei niedriger Temperatur und ohne Dampf.