Geschrieben von Jannes Nagelschmidt am 25. Juni 2026. Zuletzt aktualisiert am 2. Juli 2026.
Ehrenamt braucht Rückhalt
Wie Hans Natur die Freiwillige Feuerwehr unterstützt

Wenn der Melder geht, muss jemand den Rücken freihalten.
Wer sich bei der Freiwilligen Feuerwehr engagiert, braucht ein Team hinter sich – auch am Arbeitsplatz.
Wenn bei der Freiwilligen Feuerwehr der Melder geht, zählt Verlässlichkeit. Nicht nur im Einsatz selbst, sondern auch im Umfeld der Menschen, die sich engagieren. Denn wer Arbeitnehmer ist, kann nur dann helfen, wenn auch der Arbeitgeber mitzieht.
Für mich ist das bei Hans Natur zum Glück klar geregelt: Wenn der Alarm kommt, kann ich los. Ohne lange Rückfrage, ohne Diskussion, ohne das Gefühl, mich rechtfertigen zu müssen.
Ich bin Fachinformatiker für Systemintegration bei Hans Natur. In meinem Arbeitsalltag geht es darum, dass Systeme zuverlässig laufen, Kolleg:innen arbeiten können und technische Probleme schnell gelöst werden. Privat engagiere ich mich bei der Freiwilligen Feuerwehr. Auf den ersten Blick sind das zwei unterschiedliche Bereiche. Trotzdem gibt es für mich viele Parallelen: Ruhe bewahren, Verantwortung übernehmen, im Team handeln und dann anpacken, wenn es darauf ankommt.

Von klein auf mittendrin
Zur Feuerwehr bin ich nicht zufällig gekommen. Mein Vater war lange stellvertretender Wehrführer in Norderbrarup, einem Ort der nur wenige Minuten von Hans Natur entfernt liegt. Feuerwehr gehörte also schon früh ganz natürlich zu meinem Alltag. Ich war von klein auf dabei und habe mitbekommen, wie Einsätze, Übungen und Gemeinschaft funktionieren. Mit 16 bin ich dann selbst in die Feuerwehr eingetreten.
Was mich bis heute daran hält, ist eigentlich ziemlich einfach: Es macht Spaß, es ist nie langweilig und man tut etwas Sinnvolles. Gleichzeitig geht es nicht nur um den Einsatz selbst. Es geht auch um Kameradschaft, Zusammenhalt und darum, gemeinsam Verantwortung zu tragen.
Das Ehrenamt gibt mir persönlich sehr viel zurück. Man lernt dazu, wächst über sich hinaus, verlässt die eigene Komfortzone und hilft Menschen in Not.

Feuerwehr ist viel mehr als der Einsatz
Viele denken bei Feuerwehr zuerst an Blaulicht, Sirene und den Moment, in dem es ernst wird. Aber der sichtbare Einsatz ist nur ein Teil davon, was Feuerwehr wirklich ausmacht.
Dahinter stehen Ausbildung, Übungen, Bereitschaft und Teamarbeit. Moderne Feuerwehrarbeit ist technisch anspruchsvoll. Fahrzeuge, Geräte, Atemschutz, Funk, Einsatzabläufe - vieles muss sicher beherrscht werden. Es gibt heute so viel Technik und so unterschiedliche Anforderungen, dass man sich in den verschiedensten Bereichen spezialisieren kann. Jede und jeder kann Schwerpunkte finden, die einen persönlich besonders interessieren.
Gleichzeitig bedeutet das aber auch, dass Ehrenamt Zeit kostet. Wer im Ernstfall helfen will, muss vorher üben, lernen und vorbereitet sein. Gerade weil sich Gefahrenlagen verändern und Einsätze komplexer werden, braucht es Menschen, die bereit sind, regelmäßig Zeit und Kraft zu investieren.

Wenn der Alarm während der Arbeitszeit kommt
Bei Hans Natur ist klar: Wenn ich während der Arbeitszeit alarmiert werde, hat der Einsatz Vorrang.
Wenn der Alarm geht, kann ich einfach los. Egal, was gerade geplant war oder woran ich arbeite. Das Team weiß Bescheid. Niemand hält mich auf. Im Gegenteil: Meist wird mir noch ein „Tschüss“ zugerufen, und alle machen den Weg frei, damit ich schnell rauskomme.
Auch organisatorisch ist die Unterstützung sichtbar. Aktive Feuerwehrkameraden haben eigene Parkplätze vor dem Haupteingang. So können wir im Einsatzfall besonders schnell zum Fahrzeug und weiter zur Feuerwehr.
Solche Details wirken vielleicht klein. Im Ernstfall machen sie aber einen Unterschied. Sie zeigen: Ehrenamt wird nicht nur grundsätzlich befürwortet, sondern praktisch mitgedacht.

Rückhalt heißt Vertrauen
Für mich geht die Unterstützung bei Hans Natur über die reine Freistellung hinaus. Sie zeigt sich im Alltag, in der Geschäftsleitung und im Team.
Wenn Fortbildungen oder Geräteprüfungen anstehen, ist auch das möglich. Übungen von ortsansässigen Feuerwehren oder aus dem Anwärterlehrgang finden oftmals auf dem Betriebsgelände statt. Hans Natur ist außerdem vom Landesfeuerwehrverband als „Partner der Feuerwehren“ ausgewiesen.
Wichtig ist dabei nicht nur eine formale Regelung. Wichtig ist das Vertrauen dahinter. Ich muss nicht jedes Mal erklären, warum ich gehe. Alle wissen: Wenn ich los muss, dann werde ich gebraucht.
Dieses Vertrauen zeigt sich auch nach belastenden Einsätzen. Wenn ein Einsatz besonders schwer war, bekomme ich Raum, das Erlebte erst einmal zu verarbeiten.
Das ist keine große Geste nach außen. Aber es ist genau die Art von Rückhalt, die im Alltag zählt.

Warum Arbeitgeber so wichtig sind
Die Freiwillige Feuerwehr ist in Deutschland ein zentraler Teil der Gefahrenabwehr. Ein sehr großer Teil der Feuerwehren arbeitet freiwillig. Ohne Menschen, die neben Beruf, Familie und Alltag Einsätze fahren, Übungen besuchen und Verantwortung übernehmen, würde das System vielerorts nicht funktionieren.
Deshalb ist es entscheidend, dass Arbeitgeber Ehrenamt nicht als reine Privatsache betrachten. Wer während der Arbeitszeit gebraucht wird, braucht Freiräume. Nicht irgendwann, sondern genau dann, wenn der Melder geht.
Wenn Arbeitgeber diese Unterstützung nicht geben würden, wäre das System kaum aufrechtzuerhalten. Gerade kleinere Gemeinden könnten den Brandschutz und die technische Hilfeleistung nicht einfach hauptamtlich abdecken.
Ehrenamt funktioniert also nicht allein durch die Menschen, die sich engagieren. Es funktioniert auch durch Familien, Teams, Kolleg:innen und Unternehmen, die dahinterstehen.

Ruhig bleiben, wenn es plötzlich ernst wird
Zwischen meiner Arbeit als Fachinformatiker und meinem Engagement bei der Feuerwehr gibt es mehr Parallelen, als man zunächst denkt.
In der IT können Themen plötzlich dringend werden. Ein System fällt aus, ein Zugriff funktioniert nicht, ein Problem blockiert Kolleg:innen im Arbeitsalltag. Dann hilft es wenig, hektisch zu werden. Man muss die Lage einschätzen, Prioritäten setzen, ruhig bleiben und Schritt für Schritt eine Lösung finden.
Bei der Feuerwehr ist das ähnlich, nur unter anderen Bedingungen. Auch dort können Situationen von einem Moment auf den anderen entstehen. Dann zählen klare Abläufe, gute Kommunikation und Vertrauen ins Team.
Für mich hat das viel mit Stressmanagement und Resilienz zu tun. Man muss handlungsfähig bleiben, auch wenn es unübersichtlich wird. Man muss sich auf die Kamerad:innen verlassen können so wie im Arbeitsalltag auf die Kolleg:innen.
Was Feuerwehr für den Arbeitsalltag lehrt
Aus meinem Ehrenamt nehme ich viel mit in den Beruf. Disziplin zum Beispiel. Die Fähigkeit, Aufgaben zu sehen und anzupacken. Kommunikation. Prioritäten setzen. Teamarbeit. Auch Führungskräftetrainings und andere Ausbildungen aus dem Feuerwehrkontext helfen mir, Situationen besser einzuschätzen und Verantwortung zu übernehmen.
Das passt gut zu meiner Rolle bei Hans Natur. IT ist oft dann besonders sichtbar, wenn etwas nicht funktioniert. Umso wichtiger ist es, verständlich zu erklären, lösungsorientiert zu arbeiten und Ruhe auszustrahlen.
Für mich liegt darin eine klare Verbindung: Ob in der IT oder bei der Feuerwehr, es geht darum, verlässlich zu sein, wenn andere sich darauf verlassen müssen.

Ehrenamt ist kein Selbstläufer
Wer sich bei der Feuerwehr engagieren möchte, sollte wissen, worauf er oder sie sich einlässt. Feuerwehr ist kein Erholungsort oder reiner Freizeittreff. Es bedeutet Arbeit, Ausbildung, Zeitaufwand und Einsatzbereitschaft.
Gleichzeitig lohnt es sich ungemein. Weil man Teil einer Gemeinschaft wird. Weil man lernt. Weil man Verantwortung übernimmt. Und weil man Menschen in Situationen hilft, in denen sie Hilfe dringend brauchen.
Genau deshalb braucht Ehrenamt Wertschätzung. Nicht nur auf dem Papier, sondern im Alltag. Durch klare Absprachen, flexible Arbeitszeiten, Vertrauen und Kolleg:innen, die mittragen, wenn jemand plötzlich los muss.
Ein Satz, der viel sagt
Wenn ich die Unterstützung von Hans Natur in einem Satz beschreiben müsste, wäre es dieser:

Als Mitarbeiter kann man sich immer auf die Unterstützung von Hans Natur verlassen – unabhängig davon, um was es geht.
Das klingt schlicht. Aber es sagt viel über ein Arbeitsumfeld aus. Über Vertrauen. Über Verantwortung. Und darüber, dass gesellschaftliches Engagement nicht an der Bürotür aufhören muss.

Jannes Nagelschmidt
IT-Administrator
Jannes Nagelschmidt ist Fachinformatiker für Systemintegration bei Hans Natur. In seiner Arbeit sorgt er mit dafür, dass technische Systeme zuverlässig laufen und Kolleg:innen im Alltag gut arbeiten können. Privat engagiert er sich bei der Freiwilligen Feuerwehr. Dort zählen für ihn besonders Kameradschaft, Verlässlichkeit und die Möglichkeit, Menschen in Not konkret zu helfen.




