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Was Kinderherzen im Advent bewegt: Der Krippenweg

Möchtest du eure Adventszeit einmal auf besondere Weise gestalten? Dann haben wir hier eine wunderschöne Anregung für dich: Der Krippenweg – er lässt dein Kind auf einzigartige Weise die Weihnachtsgeschichte entdecken. Und er schenkt euch täglich einen kleinen Moment der Besinnlichkeit.

Krippenbild 1 made by Silvia

Worum geht es?

Das kleine Adventsritual ist einfach umzusetzen: Du baust mit ein paar Utensilien eine kleine Krippenszene an einem Ort auf, der etwas Platz bietet – auf einer Fensterbank, einer Kommode oder auf dem Boden im Wohnzimmer.

Die Hauptakteure sind die Krippenfiguren Maria und Josef, die sich auf den Weg zur Krippe nach Bethlehem machen. Diesen Weg legst du mit 24 Wegmarken – zum Beispiel Baum- oder Filzscheiben, die zur (noch leeren) Krippe führen. Die Wegpunkte stehen für jeden Tag des Advents. Dort, auf der ersten Scheibe, beginnt am 1. Dezember für Maria und Josef ihre Reise und euer Krippenweg.

Jeden Tag bewegt dein Kind die beiden Figuren eine Wegmarke weiter in Richtung Krippe – es spürt unmittelbar, wie das große Fest immer näher rückt. Besonders schön ist es, wenn ihr für diesen Moment als Familie zusammenkommt; Anregungen, wie ihr das zu einem kleinen Ritual machen könnt, findest du weiter unten.

Wie du den Krippenweg gestalten kannst

Der Krippenweg bietet dir vielfältige Möglichkeiten der Umsetzung – hier sind ein paar Anregungen:

Wer baut den Krippenweg auf?

  • Möglichkeit 1: Du baust den Krippenweg für dein Kind am Abend des 30. November als bezaubernde Überraschung für den ersten Dezembermorgen auf.
  • Möglichkeit 2: Du gestaltest den Weg am 1. Dezember zusammen mit deinem Kind – das ist ein wunderschöner gemeinsamer Einstieg in die Adventszeit.

Beide Varianten haben ihren ganz eigenen Reiz – schau, was für dich und euch als Familie am besten passt.

Krippenbild 2 made by Silvia

Die Wegmarken

Für sie kannst du verschiedene Materialien verwenden. Wichtig ist, dass die Figuren darauf einen sicheren Stand finden:

  • Kleine Baumscheiben: Sie passen sehr gut zu einer Krippe aus Holz. Wenn sie groß genug sind, finden Maria und Josef bequem gemeinsam Platz darauf. Hast du nur kleinere Scheiben zur Hand, lege einfach je zwei für beide Reisenden nebeneinander.
  • Filz: Filz fühlt sich warm an und bringt eine schöne Haptik in die Szenerie. Du kannst ihn als einfache Kreise, Ovale oder – noch schöner – in geschwungenen Steinformen zuschneiden.
  • Dickes Tonpapier: Vor allem, wenn es schnell gehen soll und du weniger Aufwand möchtest, ist dies eine perfekte und einfache Lösung.

Egal, welche Variante du wählst: Besonders schön sieht es aus, wenn du euren Wegmarken-Pfad so auslegst, dass er sich sanft mäandernd wie ein natürlicher Weg zur Krippe windet.

Die Landschaft

  • Die Landschaft gestalten: Du könntest die Umgebung, in der die Szene spielt, andeuten. Leicht gerafft ausgelegte Spieltücher in Gelb- oder Grüntönen eignen sich zum Beispiel, um Wüste oder Weiden anzudeuten.
  • Naturmaterialien einbauen: Ein paar kleine Steine, Moos oder Ästchen am Wegesrand können eurem Krippenweg eine sehr schöne, naturverbundene Atmosphäre verleihen.
  • Tiere hinzufügen: Auch Schafe, Esel, Ochse oder ein Kamel könnten in eurer kleinen Landschaft platziert werden. Achte aber darauf, dass die Szene klar und übersichtlich bleibt. Gerade, wenn dein Kind noch klein ist, ist es gut, den Fokus auf das Wesentliche zu legen.
Krippenbild 3 made by Silvia

Die Beleuchtung

Einen besonderen Zauber erhält euer Krippenweg durch Beleuchtung: Eine LED-Lichterkette, die du dezent integrierst, oder eine Kerze in einer Laterne schaffen eine besonders andächtige Stimmung, die perfekt zum Anlass passt.

Das tägliche Ritual

Die Figuren auf dem Krippenweg zu bewegen, jeden Tag einen Schritt, kann zu eurem verbindenden Familien-Ritual im Advent werden – als ein liebevoller Augenblick des gemeinsamen Innehaltens.

Ein guter Zeitpunkt ist vor oder nach dem Abendessen oder auch vor dem Zubettgehen, wenn der Tag langsam endet. Kommt an eurem Krippenweg zusammen und schaut, wie dein Kind ganz achtsam Maria und Josef zum nächsten Wegpunkt führt.

Um diesen Moment zu gestalten, gibt es viele schöne Ideen:

  • Ihr könnt darüber sprechen, was Maria und Josef wohl heute auf ihrem Weg erlebt haben.
  • Du kannst einen kleinen Teil der Weihnachtsgeschichte oder etwas aus einem Kinderbuch vorlesen.
  • Oder dein Kind darf jetzt das Türchen zu seinem Adventskalender öffnen
  • Vielleicht lasst ihr den Krippenweg auch mit einem Weihnachtslied ausklingen.

Bestimmt findet ihr eure ganz eigene Form für das kleine Ritual.

Krippenbild 4 made by Silvia

Der Weihnachtstag – die Ankunft

Die lange, gespannte Wartezeit findet am 24. Dezember ihren Höhepunkt. Wie könnt ihr den Krippenweg enden lassen? Auch dafür haben wir ein paar Anregungen:

  • Am Morgen des Heiligen Abends führt ihr euer Ritual ein letztes Mal aus: Dein Kind setzt Maria und Josef auf den letzten Wegpunkt, der 24. Wegmarke – die Spannung steigt, denn nun steht das große Fest unmittelbar bevor.
  • Der große Moment an Heiligabend – bevor ihr mit der Bescherung beginnt, besucht noch einmal die Krippe. Dort sind Maria und Josef nun in den Stall eingezogen – und da liegt es in ihrer Mitte: das lang ersehnte Jesuskind! Die große Geschichte ist vollendet.
  • Wenn dein Kind älter wird, kannst du den Krippenweg nach und nach erweitern. Beginne damit, auch die Hirten mit ihren Schafen – anfangs noch ein wenig abseits – dazu zu stellen. An Heiligabend erscheint ihnen dann der wunderschöne Weihnachtsengel. Er verkündet die frohe Botschaft – und voller Neugier folgen die Hirten mit ihren Tieren dem Engel zur Krippe.
  • Und am Ende dürfen sich schließlich auch die Drei Könige auf den Weg machen, um am 6. Januar der Heiligen Familie feierlich ihre Geschenke zu überbringen. Auf diese Weise lebt euer Krippenweg weit über Heiligabend hinaus und erzählt die ganze Weihnachtsgeschichte.

Frohe Weihnachten! 🌟

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