PEKiP für Kinder im ersten Lebensjahr

Was ist PEKiP?

Das Prager Eltern-Kind-Programm (PEKiP) beschreibt eine besondere Form des Baby-Eltern-Treffs, das Kindern im ersten Lebensjahr Anregung zur Entwicklung und zur Bewegung geben soll. Dabei wird ein erstes Zueinanderfinden mit Gleichaltrigen ebenso wie mit den Eltern unterstützt. PEKiP födert ein erstes soziales Miteinander, bei dem es um Feinfühligkeit, Beobachtung, Bindung und Interaktion geht - ganz sanft und rücksichtsvoll. Der äußere Rahmen entspricht einer Krabbelgruppe. Diese wird von einer Gruppenleiterin geführt, die zu aufmerksamer Wahrnehmung von Entwicklungsschritten im ersten Lebensjahr anregt, Födermöglichkeiten anspricht und einen Erfahrungsaustausch zwischen Eltern anregt.

Wie ist PEKiP entstanden?

Das Prager Eltern-Kind-Programm wurde von dem tschechischen Psychologen Jaroslav Koch entwickelt. Es basiert auf Forschungen zu Säuglingen, die zu Hause aufwachsen oder in außerhäuslichen Einrichtungen betreut werden. Es umfasst vielfach Bewegungs- und Spielanregungen für das Baby im ersten Lebensjahr. Die Psychologin Christa Ruppelt und der Sozialwissenschaftler Hans Ruppelt knüpften an die Erkenntnisse von J. Koch an und entwickelten daraus ein sozialpädagogisches Programm für junge Eltern

Die Methode

Spiel-, Bewegungs- und Sinnesanregungen für Kinder - darum geht es ganz vorrangig bei der Gruppenarbeit nach PEKiP. Generationsübergreifend sind die Eltern mit ihren Kinder gemeinsam spielend tätig. Eine Gruppenleiterin begleitet das Zusammensein mit Gesprächen und erkundigt sich danach, wie es den Eltern so in der ersten Zeit mit dem Baby geht, welche Fragen und Erwartungen sie an das Treffen in der Gruppe haben, was sie zu erleben hoffen. Dabei gibt es Informationen über frühkindliche Entwicklungsschritte.

Die Entwicklungen von Kindern sind vielfältig - Wertungen und Vergleiche sind fehl am Platz

Die Gruppenleitung achtet durch behutsame Gesprächsführung darauf, dass Unterschiede zwischen gleichaltrigen Babys nicht mit Wertung, Besorgtheit oder Konkurrenz einhergehen, sondern in den vielfältigen Entwicklungsabläufen der Kinder liegen. Das macht die Kinder einzigartig. Selbstverständlich ist die Kursleiterin in der Lage, wirkliche köperliche oder verhaltensbezogene Auffälligkeiten von ganz normalen Entwicklungsschritten zu unterscheiden und gegebenenfalls auf den Kinderarzt zu verweisen.

Viel nackte Haut und ein gut geheizter Raum

Typischerweise sind die Babys in PEKiP-Treffen völlig nackt. Ausnahmen ganz praktischer Art sind möglich - beim Stillen kann dem Kind gerne wieder die Windel angelegt werden. Damit die Kleinen nicht auskühlen, wird der Raum recht warm aufgeheizt. Die den Kurs leitende Person bringt einfache Spielmaterialien mit, die das Kind neugierig machen und zum Ausprobieren anregen. Diese Spielsachen dienen beispielhaft als Anregung für die Eltern. Es sind ganz alltägliche Gegenständen oder einfache erste Babyspielzeuge.

Hans Natur empfiehlt folgende Babyspielsachen für die PEKiP-Gruppe oder einfach zu Hause:


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